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PERE COSP (Barcelona, 1907-2007). Großer Couchtisch, 1960. Massives Mahagoniholz und dickes Sperrholz. Vollständig mit Pergament bedeckt (ursprüngliche Patina), mit Ausnahme der Stützen. Drei Türen an den Seiten und eine Flügeltür an der Oberseite für die Lagerung. Polierte Messingbeschläge. Maße: 101 x 101 x 48 cm. Innovation und Avantgardismus vereinen sich in diesem prächtigen Couchtisch, der um 1960 von Pere Cosp entworfen wurde. Dieser quadratische Couchtisch mit einer Mahagonistruktur, die mit einem Marmor nachahmenden Pergament überzogen ist, ist prototypisch für die Vorgehensweise von Cosp: Er experimentierte mit großer Kühnheit und tiefer Kenntnis der Materialien und verlieh ihnen überraschende Verarbeitungen. In diesem Fall wird Pergament so bearbeitet, dass es eine Marmorierung simuliert, und mit hochwertigem Holz kombiniert. Das Ergebnis ist ein konsistentes, funktionelles Möbelstück mit einer unterwürfigen Ästhetik. Pere Cosp war ein Innenarchitekt und Designer aus Barcelona. Als Autodidakt lenkte Pere Cosp den Handwerksbetrieb seiner Familie auf Innenarchitektur und ganzheitliche Dekoration um. Der Beruf diente ihm dazu, seinem kreativen Talent freien Lauf zu lassen, wobei er sich bewusst von den Moden und Trends der Zeit distanzierte. Die Entwürfe seiner Möbel, die auch heute noch von innovativem und transgressivem Geist geprägt sind, zeugen von dieser nonkonformistischen und rastlosen Persönlichkeit, die ihn auszeichnete. Cosp besuchte die Escuela de Artes y Bellos Oficios sowie die Perspektivkurse von Professor Arola. Wichtiger war für ihn jedoch der praktische Teil: Er trat in die Werkstatt der Familie ein und lernte alle dort entwickelten Berufe kennen: Vergoldung, Leisten und alle Arten von Restaurierungsarbeiten. Er arbeitete auch mit dem Möbelhersteller Alonso und dem Dekorateur Parcerises zusammen. Pere Cosp war ein Pionier in der Verwendung von Materialien, die man als einfach bezeichnen könnte, wie z. B. Kiefernholz, Spanplatten, Raffiabast usw., die er mit seinen Bearbeitungen und Verwendungen in eine höhere Kategorie hob. Er arbeitete oft mit anderen Gewerken zusammen: Im Bereich Metall arbeitete er mit Biosca y Botey und Pere Peronella. In diese Reihe von Kooperationen gehören seine Stellwandfüße, Wandleuchten, Gartenmöbel und eine umfangreiche Kollektion von Knöpfen und Griffen. Die Dekoration dieser Elemente oder die Endbearbeitung wurde immer in der Werkstatt durchgeführt. Er realisierte Kombinationen von großer Schönheit: Stein, Marmor - Torra Passani war der Hauptlieferant -, Mosaik, in Zusammenarbeit mit Bru, Glas, Granell, Emaille, Morató, Lacke. Im Laufe seiner 50-jährigen Karriere verwandelte er hundert Privathäuser in moderne Wohnungen, die ihrer Zeit oft voraus waren. Seine persönliche Handschrift prägte jeden Winkel des Hauses: Er verteilte die Räume, entwarf die Möbel und entschied über jedes noch so kleine dekorative Detail.

Schätzw. 3.500 - 4.000 EUR