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Alte Gemälde (vor 1870)

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NICCOLÒ CODAZZI - (Neapel, 1642 - Genua, 1693) Architektonisches Capriccio Öl auf Leinwand, 63,5X103 cm Niccolò, Sohn und Schüler von Viviano, war auch ein gefeierter Maler von Perspektiven, Ansichten und architektonischen Erfindungen und arbeitete oft mit einflussreichen Figurenmalern zusammen. Man erinnere sich beispielsweise an seine Zusammenarbeit mit Paolo Gerolamo Piola, der in der Loggia des Palazzo Rosso, die als Loggia der Ruinen (1689) bekannt ist, das szenografischste und berühmteste Ergebnis liefert (Marshall 1993, S. 430-432), oder an die beiden architektonischen Capriccios, die eine Ansicht eines antiken Palastes und eine Ansicht eines antiken Badekomplexes darstellen und am 6. Oktober 2009 im Dorotheum verkauft wurden. Der junge Piola war jedoch nicht der einzige Genueser, der sich Niccolò Codazzi bediente, denn auch Gregorio De Ferrari sollte die Nebenrolle des Macchiettista übernehmen (Newcome 1998, S. 65-67 nn. 50-51). Um auf das untersuchte Werk zurückzukommen, muss man eine malerische Frühreife feststellen, die auf eine römische Ausführung hindeutet, ein Aspekt, der durch die Betrachtung des strengen Hell-Dunkel-Verhältnisses der Architektur erfasst werden kann. Das Werk wird von einer kritischen Karte von Giancarlo Sestieri begleitet. Bibliographie der Referenzen: D. R. Marshall, Viviano und Niccolò Codazzi und die barocke Architekturphantasie, Mailand 1993, ad vocem G. Sestieri, Il capriccio architettonico in Italia nel XVII e XVIII secolo, Rom 2015, I, S. 258-289

Schätzw. 5.000 - 8.000 EUR