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Jugendstil-Bonbonniere. Rudolf Hentschel (Form und Dekor, zugeschr.) für Meissen. 1912–1914. Hans Rudolf Hentschel 1869 Cölln b. Meißen – 1951 Meißen Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Porcelain, glazed. Die Wandung mit roten Blüten mit grauen, stilisierten Stängeln in Kupferoxidultechnik dekoriert, goldstaffiert. Am Boden mit der Knaufschwertermarke in Unterglasurblau, geritzter Modell-Nr. "C 295" sowie weiteren Präge-Nrn. Zu Vasen mit ähnlichen Dekoren in derselben Technik vgl.: Gisela Haase (Hrsg.): Jugendstil in Dresden. Aufbruch in die Moderne. Dresden 1999. S. 250, KatNr. 140f. "Eine Gruppe von Vasen mit ähnlichen Dekoren wurde auf der Kunstausstellung Dresden 1912 gezeigt und als ''erstaunlichste Tat'' bezeichnet, weil es als ''Triumph der Techniker'' gelungen war, den ''allgemein so flauen Unterglasurfarben einige wirklich kräftige Töne hinzuzufügen'' " (zitiert nach: Ernst Zimmermann: Neue Arbeiten der Meißner Manufaktur auf der Dresdner Kunstaustellung 1912. S. 273; in: DKuD 30. 1912. S. 269–273). Lit.: Sabine und Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren Modellnummern A 100 – Z 300. Band IV, Teil 1: Nachtrag. Karlsruhe 2018. KatNr. 2472.,. Maße: H. 21 cm. Hans Rudolf Hentschel 1869 Cölln b. Meißen – 1951 Meißen Hentschels Ausbildung begann 1884 an der Meissner Zeichenschule. Vier Jahre später erlernte er zudem das Handwerk eines Bossierers. Zu seinen weiteren Stationen gehörten die Kunstakademie in München (1889–1893), die private, vor allem unter ausländischen Studenten angesehene Académie Julian in Paris und die Hafenstadt Étaples am Ärmelkanal (1894–1895). Die Meissner Manufaktur beschäftigte ihn anschließend als Figurenmaler und Lehrer der Zeichenschule. Mit seinen zahlreichen Dekorentwürfen, aber auch figürlicher Plastik zählt Hentschel zu den wichtigsten Vertretern des Jugendstils in Meissen. Daneben schuf er zahlreiche Radierungen.
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