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"Liebesgruppe". Johann Joachim Kändler für Meissen. 1744. Ausformungsjahr 1981. Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Porcelain, glazed. Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau, geritzte Modell-Nr. "73061", geprägte Bossierer-Nr. "136", Jahresmarke und "Petermann-Strich". Weißschnitt, Dritte Wahl. In seinem Arbeitsbericht für Juni 1744 führt Kändler im zweiten Eintrag eine Figurengruppe auf, deren Beschreibung auf die vorliegende "Liebesgruppe" zutrifft und wodurch auch die Datierung des Formentwurfes festgehalten wurde: "2. Ein Neues Croppgen gehöriger maßen zerschnitten und zum abformen Zu bereitet, Welches Vorstellet Wie ein Ordens Ritter mit dem Stern auf der Brust, eine wohl geputzte Dame bey der Hand führet." (AA I Ab 22, 1744. Zitiert nach: Johann Joachim Kändler, Ulrich Pietsch: Die Arbeitsberichte des Meissener Porzellanmodelleurs Johann Joachim Kaendler: 1706 – 1775, Leipzig 2002, S. 101.) Lit.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren, Bd. III, Teil I: Modellnummern: 1–3000. Karlsruhe 2017, S. 13, KatNr. 1008. Ingelore Menzhausen, Jürgen Karpinski: In Porzellan verzaubert. Die Figuren Johann Joachim Kändlers in Meißen aus der Sammlung Pauls-Eisenbeiss Basel. Basel 1993, S. 103 mit Abb. Maße: H. 20,5 cm. Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Kändlers Laufbahn begann 1723 als Lehrling des Dresdner Hofbildhauers Benjamin Thomae. Durch seine Arbeiten für das Grüne Gewölbe wurde August der Starke auf ihn aufmerksam, der ihn 1731 zum Hofbildhauer ernannte und an die Meissener Manufaktur berief. Dort verhalf Kaendler als Modellmeister der zuvor wenig erfolgreichen Porzellanplastik zu Weltruhm. Bekannt wurde er mit seinen Tierdarstellungen, welche durch ihre lebensechte und detailgenaue Wiedergabe überzeugten, sowie mit dekorativen Kleinplastiken, die sich in ihrer verspielten Art dem Rokoko zuwandten. Zu seinen größten Erfolgen gehört das Design des sog. Schwanenservices für den sächsischen Kabinettsminister Heinrich Graf von Brühl.
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