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Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen , in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Kopf, Zunge und Hände beweglich. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau sowie der geritzten Modell-Nr. "154" und Präge- Nr. "73", am Halsansatz des Kopfes verso nochmals die Präge-Nr. "73". Eine größere, sehr ähnlich staffierte Version zu vorliegender Figur abgebildet in: Rainer Rückert: Meissener Porzellan 1710 – 1810. Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum. München 1966. Nr. 1027. Vgl. auch: Otto Walcha: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dresden 1973. S. 408, Nr. 95. Pietsch, Ulrich: Triumph der blauen Schwerter. 2010. S. 144. Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren. Teil I: Modellnummern: 1–3000. Karlsruhe 2017. Kat.Nr. 1618. S. 270. Die "Chinesenmode" erlebte vor allem in Preußen noch einmal eine späte Blüte, 1762 bestellte Friedrich der Große "10 Bajoden mit wackelnden Köpfen á 1 Fuß hoch", diese trugen vierstellige Form-Nummern, kleinere frühe Wackelköpfe trugen die Form-Nr. "65/66". In frühen Manufaktur-Akten "Sitzende Indianische Pagoden" genannt, wurden sie im Preisverzeichnis von 1731 wurden in vier Größen angeboten. Maße: H. 15 cm. Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Kändlers Laufbahn begann 1723 als Lehrling des Dresdner Hofbildhauers Benjamin Thomae. Durch seine Arbeiten für das Grüne Gewölbe wurde August der Starke auf ihn aufmerksam, der ihn 1731 zum Hofbildhauer ernannte und an die Meissener Manufaktur berief. Dort verhalf Kaendler als Modellmeister der zuvor wenig erfolgreichen Porzellanplastik zu Weltruhm. Bekannt wurde er mit seinen Tierdarstellungen, welche durch ihre lebensechte und detailgenaue Wiedergabe überzeugten, sowie mit dekorativen Kleinplastiken, die sich in ihrer verspielten Art dem Rokoko zuwandten. Zu seinen größten Erfolgen gehört das Design des sog. Schwanenservices für den sächsischen Kabinettsminister Heinrich Graf von Brühl.
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