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Herta Günther, Paar Staffordshire-Kapitäns-Hunde. 1972. Herta Günther 1934 Dresden – 2018 ebenda Mixed media auf leichtem Karton. O.re. signiert "H. Günther" und ausführlich datiert "8.8.1972". Vgl. motivisch: Grafik Herta Günther. Staatlicher Kunsthandel der DDR, Galerie am Boulevard, S. 10. Die Zeichnung von Herta Günther zeigt sogenannte Kamin- oder Kapitänshunde, keramische Hundefiguren, die im Volksmund auch als "Nuttenhunde" oder "Puffhunde" bekannt sind. Als beliebte Zierobjekte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts schmückten sie Kaminsimse, Fensterbänke und Wohnraummobiliar. Um ihre Verwendung rankt sich eine bis heute populäre, historisch jedoch nicht belegte Legende: In Hafenstädten sollen Seemannsfrauen die Ausrichtung der Hunde als geheimes Zeichen genutzt haben. Blickten die Figuren zur Straße, galt der Ehemann als abwesend; waren sie nach innen gewandt, befand er sich zu Hause. In der volkstümlichen Überlieferung wurde diese Symbolik als Hinweis auf die Verfügbarkeit der Frauen interpretiert. Obwohl nicht eindeutig belegt, prägt der Mythos bis heute die kulturgeschichtliche Wahrnehmung der Figuren. Maße: 24,2 x 32,5 cm. Please note that according to German law there is 2,5% ''droit de suite'' of the purchase price on top of the premium. Herta Günther 1934 Dresden – 2018 ebenda 1951–56 Studium an der HfBK Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer. Danach arbeitete sie kurzzeitig als Abteilungsleitern für Kunsterziehung im Pionierhaus Cottbus. Seit 1957 freischaffend als Malerin und Grafikerin tätig. Im Rahmen des Wettbewerbes 100 ausgewählte Grafiken der DDR erhielt sie 1975 eine Anerkennung und 1977 den 2. Preis. 1981 war sie auf der 2. Biennale der europäischen Grafik in Baden-Baden vertreten. Ihre Arbeiten finden sich u.a. in der Galerie Neue Meister in Dresden, im Lindenau-Museum Altenburg sowie im Museum der bildenden Künste Leipzig.
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