To modify your purchase order,
contact the auction house.
The reserve price is the minimum price accepted by the seller. Bidders cannot see this price. To win an item, you must place the highest bid and meet or exceed the reserve price.
Registrations are closed for this sale. You cannot place a bid.
The converted amounts are provided for informational purposes only. Only the currency determined for the sale by the auction house is binding. You can select a different currency by going to the "Preferences" page in your profile.
Fees including the auction house's fees and the platform's fees. For further details, please refer to the auction house's General Terms and Conditions of Sale.
Adrian Zingg, Landschaft nahe Manter (Normandie). Vor 1790, wohl 1759–1766. Adrian Zingg 1734 St. Gallen – 1816 Leipzig Paul Arndt 1865 Dresden – 1937 München Jacob Philipp Hackert 1737 Prenzlau – 1807 in San Piero di Careggio, heute Careggi Johann Georg Wille 1715 Biebertal b. Gießen – 1808 Paris Pen drawing, laviert, auf chamoisfarbenem Bütten. O.re. signiert "A. Zingg del.". Verso mit dem Sammlerstempel von Prof. Paul Arndt (1865 Dresden – 1937 München, Lugt 2067b) sowie von fremder Hand in Blei künstlerbezeichnet. An den o. Ecken freigestellt im Passepartout montiert. Bei vorliegender Zeichnung handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Vorlage der entsprechend seitenverkehrten Radierung "Vue d''un Villages pres des Manter", vor 1790 (Pl. 21,3 x 25,4 cm), radiert von Thomas Vivares, Jacques Francois Chereau gab sie zusammen mit drei weiteren normannischen Landschaftsdarstellungen von Adrian Zingg als Heft "Cahier de IV. Vue de Normandie" heraus. Ein vollständiges Exemplar des "Cahier de IV. Vue de Normandie" wird bewahrt im Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig, InvNr. Tvivares AB 3.1 – 3.4. Adrian Zinggs Reisen durch die Normandie sind belegt. Von 1759 bis 1766 weilte er als Schüler Johann Georg Willes in Paris, der mit ihm und weiteren Schülern Zeichenexkursionen in diese Region unternahm. Zeichnungen Zinggs aus jener Zeit sind auf dem Pariser Kunstmarkt nachweisbar, aber kaum erhalten, vgl. Sabine Weisheit-Possél: Adrian Zingg (1734 – 1816) – Landschaftsgraphik zwischen Aufklärung und Romantik. Berlin, Münster 2010, S. 43. Der stilistische Einfluss Johann Georg Willes ist der vorliegenden Zeichnung nachvollziehbar, vgl. die Zeichnungen Willes und seines damaligen Schülers Jacob Philipp Hackert in: Petra Kuhlmann-Hodick, et al. (Hg.): Adrian Zingg. Wegbereiter der Romantik. Dresden 2012: Johann Georg Wille, Bauerngehöft, Feder und Pinsel, 18 x 28 cm, 1766, KatNr. 28. Jakob Philipp Hackert, Wassermühle, Feder, 17 x 24 cm, 1765, KatNr. 30. Vor allem die eher mit kontrasierenden Flächen denn mit Linien modellierten Figuren sind auffällig. Vgl. in diesem Zusammenhang auch Zinggs "Landschaft mit Bauernhaus", 1770 / 1780, Federzeichnung in Tusche, ebenda, KatNr. 26. Die Zeichnung wird nicht explizit im eindrücklichen Verkaufskatalog der Sammlung Arndt erwähnt. Sie könnte aber unerkannt unter den Konvoluten gewesen sein. Vgl. C. G. Boerner Auktions-Institut, Kunst- und Buchantiquariat: Die Handzeichnungssammlung Prof. Dr. Paul Arndt, München und andere Beiträge aus privatem Besitz, deutsche Meister des XIX. Jahrhunderts. Leipzig 1934. Lose 636 oder 642 (jeweils über 40 Zeichnungen, u.a. von Zingg). Maße: 20,7 x 31 cm, Psp. 40 x 40 cm. Adrian Zingg 1734 St. Gallen – 1816 Leipzig 1750–66 Aufenthalt in Paris und Arbeit als Kupferstecher für Johann Georg Wille. Im Jahr 1764 wurde er von Christian Ludwig von Hagedorn als Kupferstecher an die neugegründete Dresdner Akademie berufen, wo er ab 1766 als Lehrer tätig war. Er war auswärtiges Mitglied der Kunstakademien in Wien und Berlin; 1803 wurde er in Dresden zum Professor ernannt und trug den Titel des königlichen Hofkupferstechers. Zu seinen wichtigsten Schülern zählten Adrian Ludwig Richter und Christoph Nathe. Zingg unternahm zahlreiche Wanderungen durch Sachsen, Böhmen, Thüringen und Brandenburg.
Delivery is optional. You can use the carrier of your choice. The stated price does not include the lot price or the auction house fees.