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Heiliger Bischof von Mailand Reliquienbüste 18. Jahrhundert Holzkorpus mit versilbertem, im Relief getriebenem Messing und Schmucksteinbesatz Höhe 99 cm, Breite 42 cm Diese Figur eines Heiligen Bischofs könnte im Zusammenhang mit der Verehrung bedeutender geistlicher Persönlichkeiten einer Stadt stehen. Mitra und Gewandung kennzeichnen den bischöflichen Rang. Die Büste zeigt einen bärtigen Mann mit markantem, gerade nach vorne gerichtetem Gesicht. Kräftige Brauengrate und ausgeprägte Stirnwülste, mandelförmige Augen sowie eine große, gerade Nase bestimmen seine Physiognomie. Ein Vollbart umrahmt den kleinen Mund. Die hohe Mitra trägt mittig einen roten Schmuckstein und ist mit reliefierten Blattornamenten verziert, die sich zu Voluten einrollen und durch bandartige Elemente zusammengefasst werden. Zwei rückwärtig herabhängende Bänder ergänzen die bischöfliche Kopfbedeckung. Die ebenso reich gestaltete Gewandung besitzt eine mit türkisfarbenen und weiteren Schmucksteinen besetzte Bordüre. Akanthusartige Blätter, eingerollte Formen und kelchförmige Blüten überziehen ihre Oberfläche und lassen an kostbaren Brokat denken. Darunter tritt ein dicht gefälteltes Untergewand hervor. Die getriebene Metallauflage verbindet die plastische Modellierung der Figur mit einer aufwendigen ornamentalen Gestaltung. Ein reich verzierter Sockel setzt diese Formensprache fort. Über einem eierstabähnlichen Fries erhebt sich ein volutenförmiger Aufbau mit einem zentralen Blattmotiv, in das ein dunkelgrüner Schmuckstein eingelassen ist. Seitlich eingerollte Ornamente enden in Blüten und verleihen dem Unterbau eine bewegte Kontur. Die monumentale Höhe und der farbige Steinbesatz unterstreichen den repräsentativen Charakter der Büste. Es könnte sich hier um eine Reliquienbüste handeln. Auf Altären oder in kirchlichen Schatzkammern aufgestellt, verliehen sie der Reliquienverehrung eine eindrucksvolle sichtbare Form. Die kostbare Gestaltung ehrte den Heiligen und unterstrich die besondere Bedeutung der in ihnen verwahrten Reliquien.
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