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NIETZSCHE, Friedrich. Richard Wagner in Bayreuth. Seltene französische Erstausgabe von Nietzsches vierter und letzter „Unzeitgemäße Betrachtung“, die eine philosophische Analyse des von seinem Freund Richard Wagner initiierten Bayreuther Projekts bietet. Schloss-Chemnitz, Ernest Schmeitzner, 1877. In-8, roter, marokkanisierter Halbledereinband, Rücken mit Rippen, die durch eine goldene Punktlinie hervorgehoben und kaltgeprägt sind, goldene Florette zwischen den Rippen, Autor und Titel in goldenen Buchstaben, Datum unten, roter Kopfschnitt (moderner Einband). 197 Seiten und 1 Blatt (Errata). Leichte Abriebspuren, einige Stockflecken (stärker auf dem Titelblatt), Feuchtigkeitsflecken an den Ecken der Seiten 90 bis 95, einige Unterstreichungen und handschriftliche Anmerkungen mit Bleistift. Seltene französische Erstausgabe, übersetzt von Marie Baumgartner, von Nietzsches vierter und letzter „Unzeitgemäße Betrachtung“. Es handelt sich um das erste Werk des Autors, das ins Französische übersetzt wurde. Das Bayreuther Projekt ist eine Initiative des Komponisten Richard Wagner zum Bau eines einzigartigen Theaters, das ganz seinen eigenen Werken und seiner Vision vom „Gesamtkunstwerk“ gewidmet ist. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen beim ersten Bayreuther Festspiel im Sommer 1876 versucht Nietzsche, den deutschen intellektuellen Eliten das Wagner’sche Projekt sowie die historische und metaphysische Bedeutung des Festspiels zu erläutern. Dieser Text markiert den Höhepunkt – und den Schwanengesang – der Freundschaft und Bewunderung zwischen Nietzsche und Wagner. Bald darauf kam es zum vollständigen Bruch, der Nietzsche dazu veranlasste, die Wagner’sche Kunst radikal abzulehnen, insbesondere in seiner Streitschrift „Der Fall Wagner“ aus dem Jahr 1888. Schönes Exemplar.
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