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ALESSANDRO ROSI, Anhänger von (17. Jahrhundert) (Florenz 1627 – Florenz 1697) ALLEGORIE DER LIEBE ZUR TUGEND Öl auf Leinwand, 71 x 56 cm. Rahmen aus vergoldetem Holz mit grüner Marmorimitation, 19. Jahrhundert. Das Gemälde ist eine alte Nachbildung einer Komposition von Alessandro Rosi (Florenz, 1627–1697), einem raffinierten Vertreter der florentinischen Malerei der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der in der Werkstatt von Cesare Dandini ausgebildet wurde. Die junge allegorische Figur, die als Halbfigur mit teilweise entblößtem Oberkörper dargestellt ist, lässt sich als die Liebe zur Tugend identifizieren. Die Figur, die sich durch idealisierte Schönheit und einen versunkenen Ausdruck auszeichnet, wird von symbolischen Attributen und üppiger Vegetation umgeben – Elemente, die der Komposition den kultivierten und rätselhaften Charakter verleihen, der für die allegorische Malerei des 17. Jahrhunderts typisch ist. Das Werk greift die charakteristischen Merkmale von Rosis Schaffen wirkungsvoll auf: die weiche Modellierung der Hauttöne, die Eleganz der Figur, die Vorliebe für raffinierte Faltenwürfe und den ausgeprägten Hell-Dunkel-Kontrast, durch den sich die Hauptfigur deutlich vom Hintergrund abhebt. Das Gemälde, das von einem zeitgenössischen Maler aus dem Kreis von Alessandro Rosi geschaffen wurde, zeugt vom Erfolg der künstlerischen Ideen des Meisters und ihrer Verbreitung im florentinischen Kunstmilieu der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. ZUSTANDSBERICHT Alte Aufspannung. Kleine Stellen mit ergänzenden Restaurierungen im Gesicht nahe dem linken Auge der Figur sowie vereinzelt auf den Gewändern und den Hauttönen. Es sind keine nennenswerten Übermalungen zu erkennen, die alte Lasur ist oxidiert. Das Gemälde befindet sich in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand.
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