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Herman van Swanevelt Flusslandschaft mit Staffage Öl auf Leinwand (doubliert). 94,5 x 161 cm. Signiert und datiert unten links: SWANEVELT PARIS 164[4]. Gutachten Prof. Giancarlo Sestieri, Rom, 3.1.2018. Provenienz Italienische Privatsammlung. Das vorliegende Landschaftsbild ist, wie Professor Sestieri feststellte, hinsichtlich des Einsatzes von Licht und der kompositorischen Elemente ein typisches Werk Swanevelts. Die Bäume rahmen die Komposition ein und verleihen ihr Monumentalität; sie fungieren als Repoussoir und führen den Betrachter in eine idyllische Landschaft ein. Swanevelts Hauptinteresse galt nicht der topografisch genauen Darstellung von Orten, sondern der Wiedergabe der typischen Aspekte der Umgebung Roms, die er ausgiebig bereiste. Ausgehend von den Vorbildern Paul Brills und Cornelis Poelenburghs entwickelte der Maler das Genre der idealisierten Landschaften, wobei er die nördlichen Vorbilder in einen eher italienisch geprägten Stil übertrug und damit Claude Lorrain vorwegnahm. Trotz seines herausragenden künstlerischen Wirkens gibt es nur wenige Informationen über Swanevelts Leben: Es wird allgemein angenommen, dass er bei Willem Buytewech studierte; nach einem Aufenthalt in Paris (in den 1620er Jahren) zog er 1629 nach Rom, wo er bedeutende Aufträge erhielt, unter anderem von den Adelsfamilien der Barberini, Colonna und Pallavicini sowie von Papst Urban VIII. und Philipp IV. von Spanien. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er wieder in Paris: Zu seinen französischen Mäzenen zählten Kardinal Richelieu und König Ludwig XIV., von dem er zum „peintre ordinaire“ ernannt wurde. 1653 wurde er in die Académie Royale de Peinture et de Sculpture aufgenommen. Das vorliegende Gemälde stammt aus den 40er Jahren des 17. Jahrhunderts: Als reifes Werk stellt es ein wichtiges Zeugnis dafür dar, wie Swanevelt nach seiner Rückkehr nach Paris das Genre der italienisch geprägten Landschaften erfolgreich weiterverfolgte.
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