Upcoming auctions
1 / 11

To modify your purchase order,
contact the auction house.

live November 14 | 02:30 PM
Gros & Delettrez

10 - Seltenes Schmuckschränkchen

The reserve price is the minimum price accepted by the seller. Bidders cannot see this price. To win an item, you must place the highest bid and meet or exceed the reserve price.

Registrations are closed for this sale. You cannot place a bid.

The converted amounts are provided for informational purposes only. Only the currency determined for the sale by the auction house is binding. You can select a different currency by going to the "Preferences" page in your profile.

Fees including the auction house's fees and the platform's fees. For further details, please refer to the auction house's General Terms and Conditions of Sale.

Estimation

€25,000 - 30,000

Sale fees

30%

Seltenes Schmuckschränkchen Glasmanufaktur des Innsbrucker Hofes, 1570–1590 Glasstäbe, gezogenes Glas, Spiegel und Stoff auf Holzkern, Metall (Schloss, Scharnier und Deckelgriff) H. 18 cm; L. 25 cm; B. 16 cm Provenienz: Privatsammlung Zustand: An der Vorderseite, am Deckel und an den Seiten: leichte Beschädigungen (einige abgebrochene und wieder angeklebte Glasstäbe). Auf der Rückseite: Fehlstellen und Beschädigungen im oberen linken Bereich sowie fehlende Spiralen. Im Inneren: Abnutzung der roten Seide, Ablösung der Zinnbeschichtung des Spiegels, Beschädigungen und Fehlstellen in den Glaslampenszenen, insbesondere bei den Figuren, von denen eine nur noch die Beine hat. Die Holzstruktur dieser Schatulle ist vollständig mit gedrehten und vergoldeten Glasleisten, schwarzen, weißen und blauen Streifen aus flachgeschliffenem Glas sowie mit spiralförmigen Ornamenten aus mit der Lampe bearbeitetem, vergoldetem Glas verziert. Auf der Innenseite des Deckels befindet sich zu beiden Seiten eines Spiegels eine Pflanzenlandschaft, die durch eine mit der Lampe geformte Glasfigur belebt wird, die auf einen roten Seidenhintergrund geklebt ist. Die rechte Seitenwand der Schatulle lässt sich über eine Schiene herausziehen, wodurch eine „geheime“ Schublade freigelegt wird, deren Boden mit einem Ringständer ausgestattet ist. Diese Arbeit ist charakteristisch für die Kompositionen der Hofglashütten von Innsbruck (Hofglashütte) in Tirol, wie jene, die in den Sammlungen des Schlosses Ambras, der Residenz des Erzherzogs Ferdinand von Tirol (1529–1595), aufbewahrt werden und bereits im 1596 erstellten Inventar aufgeführt waren (Abb. 1). Ferdinand hatte in Ambras eine Glaswerkstatt eingerichtet, die von 1570 bis 1590 in Betrieb war und in der er venezianische Handwerker aus Murano beschäftigte, nachdem er eine Ausnahmegenehmigung aus Venedig erhalten hatte. Die Anwesenheit der Glasmeister Pietro dell’Orso, Salvatore Savonetti und Andrea Tudin ist dort zwischen 1571 und 1575 belegt. Diese führten dort die Technik der Glasbearbeitung mit der Lampe ein und ließen Glasstäbe direkt aus Venedig importieren. Die nach dieser Technik gefertigten und bis heute erhaltenen Schmuckschatullen sind jedoch äußerst selten. Ein großformatiges Exemplar wird im Victoria and Albert Museum in London aufbewahrt (Inv. C20-1923), während ein weiteres auf einem Gemälde von Frans Francken II. abgebildet ist, das sich im Louvre befindet (Inv. RF 1535; Abb. 2). Erwähnenswert ist auch ein kleines Kästchen, das 2017 in der Galerie Sylvie Lhermite-King im Rahmen der Ausstellung „Gezogenes Glas vom 16. bis zum 21. Jahrhundert“ präsentiert wurde (Ausstellungskatalog, S. 10–11; Abb. 3).

Text translated by DeepL.
Only the original version is legally binding

Auction details

Wunderkammer V
Saturday, November 14
02:30 PM
2, rue de Bérite
75006 Paris, France

Auction house

Gros & Delettrez +33 1 47 70 83 04 r.desnoettes@gros-delettrez.com
On Drouot for more than 10 years avec More than 280,000 lots published

Delivery is optional. You can use the carrier of your choice. The stated price does not include the lot price or the auction house fees.

Delivery Options

Log in or create an account to learn more about your delivery options for this sale!