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Jules MAZARIN (1602–1661). Kopie aus jener Zeit eines langen Briefes von Mazarin an PAPST ALEXANDER VII., „Beatissimo Padre“. „Bosco di Vincenne“ [Wald von Vincennes], 6. März 1661. 2 Seiten, in-4. In italienischer Sprache. Burgunderroter Schafsledereinband, goldene Monogramme „JM“ in der Mitte des Vorderdeckels, innen vergoldete Zierlinien, Futter und Klappen (morgelig) aus elfenbeinfarbenem Moiré. Leichte Stockflecken und kleine Löcher. DIE LETZTEN VERFÜGUNGEN VON MAZARIN Sehr schöner Brief von Kardinal Mazarin an Papst Alexander VII., drei Tage vor seinem Tod. Im Sterben liegend teilt Kardinal Mazarin dem Papst seine Absicht mit, ihm 600.000 Lire zu überweisen, um der Christenheit im Krieg gegen die Türken zu helfen. Er präzisiert, dass diese Summe bewusst aus seinem Gehalt angespart wurde, und hält diesen Willen in seinem Testament fest. Übersetzung: [ ] Der König [Ludwig XIV.] wurde durchaus über die Hilfe informiert, um die er gebeten wurde, um den Christen im Kampf gegen die Türken dringend beizustehen. Ich bedauere zutiefst, Heiliger Vater, dass eine lange und schwere Erkrankung, die mich mehrere Monate lang bedrückte, mir die Möglichkeit genommen hat, den Boten zu empfangen und mit ihm zu sprechen [ ] Dennoch habe ich mit dem König mit jener Entschlossenheit gesprochen, zu der der Eifer Eurer Heiligkeit meine Gebrechlichkeit inspiriert hat. Ich zweifle nicht daran, dass Seine Majestät größere Absichten hegt, als man sich bei einem so wichtigen Anlass wünschen könnte, und dass diese nach einem so langen und kostspieligen Krieg in einem Gebiet, das der Ruhe bedarf, auch möglich sein werden. Und in aller Feierlichkeit, was jedoch meine eigene Person betrifft, bin ich von den pastoralen Bemühungen Eurer Heiligkeit bei diesem Feldzug gegen den gemeinsamen Feind so sehr beseelt, dass ich mich nicht einmal an die Grenzen halten kann, die Ihr mir vorschreibt, wie ich mir als Minister des Königs strengere Verpflichtungen auferlege und als Kardinal, dem die göttliche Güte eine Unendlichkeit an Gnaden geschenkt hat, und ich schreibe, um Eurer Heiligkeit den größtmöglichen Respekt zu erweisen, indem ich die Summe von 600.000 Lire anbiete, die ich gerne aus den Ersparnissen entnehme, die ich aus den Gehältern angesammelt habe, die die königliche Hoheit mir hier gewährt hat und die ich genau für diesen Zweck zurückgelegt habe. Ich bitte Eure Heiligkeit demütig, diese kleine Hommage, die ich Eurer Seligkeit darbringe, gnädig anzunehmen; Eure Seligkeit wird bestimmen, wohin und an wen das besagte Geld zu zahlen ist, und diesen Befehl werde ich unverzüglich ausführen, so Gott mein Leben bewahren möge, doch wie es dem Allmächtigen gefällt. Sollte ich mich anders entscheiden – wozu ich bereit und vorbereitet bin –, wird der Legat dies in meinem Testament vorfinden, und das Geld wird nach meinem Tod in gleicher Weise bereitstehen; bis dahin werfe ich mich zu Füßen Eurer Heiligkeit nieder und ich bitte Sie in aller Demut, sei es für dieses oder das nächste Leben, um Ihren größten Segen […]. Transkription: Beatissimo Padre, der Nuntius Eurer Heiligkeit hat mich über die Aufträge informiert, die er von Euch erhalten hat, nämlich den König zur Hilfe der Christenheit gegen die Kräfte einzuladen, die der Türke zu deren Schaden aufstellt, und mich zugleich zu ermahnen, von meiner Seite her zu dieser großen und glorreichen Unternehmung beizutragen. zu dieser großen und ruhmreichen Unternehmung beizutragen. Es schmerzt mich zutiefst, Hochheiliger Vater [ ] . Vollständige Transkription auf Anfrage. Ein bewegendes Dokument, entscheidend für die Geschichte. Tatsächlich stellten 600.000 Lire für die damalige Zeit eine kolossale Summe dar, die den Sieg zugunsten der Katholiken entscheiden sollte.
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