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SCHEELE, Carl Wilhelm. Chemische Abhandlung über Luft und Feuer. Französische Erstausgabe. Exemplar aus dem Labor von Lavoisier, der damals in direkter Konkurrenz zu Scheele um die Entdeckung des Sauerstoffs stand. Paris, Rue et Hôtel Serpente, 1781. In-12, hellbraunes marmoriertes Kalbsleder, glatter Rücken mit kleinen Eisenverzierungen und vergoldeten Floretten, Titeletikett aus braunem Leder, Kaltpräge um die Buchdeckel, Goldpräge an den Schnittkanten, guillochierte Kappen, rote Schnittkanten. XLIV und 46–96 S. – 121–144 S. – 121–268 S., eine ausklappbare Tafel. Einband leicht berieben, einige helle Wasserflecken und Stockflecken, vor allem an den Rändern. Es fehlt der Heftteil E (S. 97 bis 121), der durch den Heftteil F (S. 121 bis 144) ersetzt wurde, der doppelt vorhanden ist. Französische Erstausgabe der bedeutenden Abhandlung von Carl Wilhelm Scheele (erstmals erschienen 1777), in der der Chemiker seine Experimente mit Gasen festhält und seine unabhängige Entdeckung des Sauerstoffs beschreibt, der damals als „Feuerluft“ bezeichnet wurde. Aus dem Deutschen übersetzt von Baron de Dietrich. Einleitung von Tobern Bergman. Außergewöhnliche Provenienz: aus der Bibliothek von Antoine-Laurent de Lavoisier mit seinem von Pierre-Claude De la Gardette gestochenen Exlibris mit Wappen. Carl Wilhelm Scheele (1742–1786) und Antoine-Laurent de Lavoisier (1743–1794) verkörpern die Rivalität, die die wissenschaftliche Gemeinschaft Ende des 18. Jahrhunderts im Bestreben nach einem Verständnis der Gase beflügelte. Obwohl der schwedische Wissenschaftler den Sauerstoff bereits 1772 unabhängig isoliert hatte, ermöglichte die verspätete Veröffentlichung seiner Arbeiten Lavoisier, eine weiterführende theoretische Interpretation zu liefern und dem Sauerstoff 1779 seinen wissenschaftlichen Namen zu geben. Trotz eines fehlenden Heftes handelt es sich um ein erstklassiges Exemplar, das in seinem soliden historischen Einband erhalten ist.
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