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Aus dem Kreis von PHILIPS WOUWERMAN (Haarlem, 1619–1668). „Reiterszene vor einem Gasthaus“. Öl auf Holztafel. Das Werk weist altersbedingte Krakelierungen und geringfügige Veränderungen an der Malschicht auf. Maße: 26,5 × 37 cm; 38 × 48,5 cm (mit Rahmen). Provenienz: Nachlass von Ramon Martí Alsina und Ricard Martí Aguiló. Kunst- und Kulturerbesammlung, die aus dem Nachlass der katalanischen Maler Ramon Martí Alsina (1826–1894), einer wegweisenden Figur des katalanischen Realismus des 19. Jahrhunderts, und seines Sohnes Ricard Martí Aguiló (1857–1935) stammt. Die Sammlung, die über mehrere Generationen hinweg weitergegeben und erweitert wurde, vereint Werke aus den ursprünglichen Beständen beider Künstler sowie Ankäufe ihrer Nachkommen. Mit dem Ziel, das Familienerbe zu bewahren und wiederherzustellen, erwarben die Nachkommen aktiv Werke der Maler zurück, sobald diese auf den Markt kamen, und erweiterten die Sammlung schrittweise um Gemälde, Skulpturen, archäologische Artefakte und andere Objekte von künstlerischer und historischer Bedeutung. Die Hervorhebung der Pferde und der erzählerische Charakter der Szene ordnen dieses Werk eindeutig in die malerische Tradition ein, die von Philips Wouwerman, einem führenden Meister der niederländischen Reitermalerei des 17. Jahrhunderts, entwickelt wurde. Vor einem rustikalen Gebäude kümmern sich mehrere Figuren um die Tiere, während sich eines der Pferde aufbäumt und so einen markanten Bewegungsschwerpunkt setzt. Die Hunde im Vordergrund und die Nebenhandlungen vervollständigen eine Szene, die eher als alltägliche Episode denn als rein landschaftsbezogene Darstellung konzipiert ist. Die Komposition ist in einer gedämpften Farbpalette aus Erdtönen, Grautönen und Ockertönen gehalten, wobei sich die wichtigsten Lichteffekte auf die Pferde und Figuren konzentrieren. Die Betonung der unterschiedlichen Körperhaltungen der Tiere, die Einbeziehung von Reitern und einfachen Leuten sowie die Kulisse in der Nähe von Ställen oder Gasthöfen gehören allesamt zum charakteristischen Repertoire Wouwermans. In dieser Hinsicht ist ein Vergleich mit dem im Museo Nacional del Prado befindlichen Gemälde „Ein Jäger“ aufschlussreich, da auch in diesem Werk das Pferd und sein Reiter eine zentrale Rolle einnehmen. Der Prado beherbergt zudem Werke wie „Rast in der Schenke“, in dem Gruppen von Jägern und Pferden um eine Schenke herum angeordnet sind, was die Häufigkeit dieses Themas in seinem Gesamtwerk bestätigt. Philips Wouwerman war in Haarlem tätig, wo er 1640 der Malergilde beitrat. Er erlangte besonderen Ruhm für seine Landschaften, die von Pferden, Reitern, Soldaten, Jägern und Reisenden bevölkert sind, und wurde zu einem der großen Meister des Reitgenres während des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Seine Werke erfreuten sich außerordentlicher Beliebtheit und wurden im 18. und 19. Jahrhundert von europäischen Sammlern hoch geschätzt. Das Prado-Museum beherbergt eine bedeutende Sammlung von Gemälden des Künstlers, darunter *Ein Jäger*, *Rast in der Herberge*, *Falknerei-Ausflug* und *Jagdgesellschaft und Fischer*.
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