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Robert Weir Allan, attr., Klosterruine Tintern Abbey spätsommerlicher Blick vom Fluss Wye, über Wiesen mit Bauern bei der Arbeit, auf die mit Efeu überwucherte Ruine des 1131 gestifteten und 1536 aufgegebenen mittelalterlichen Zisterzienser-Klosters Tintern Abbey im britischen Wales, das Kloster war das erste Zisterzienserkloster in Wales und das zweitälteste in Großbritannien und gehörte zu den vermögendsten Klöstern des Landes, im Zuge der Gründung der anglikanischen Staatskirche nach 1531 unter Heinrich VIII. musste das Kloster 1536 aufgegeben und das Vermögen der britischen Krone übergeben werden, die Gebäude wurden dem Verfall preisgegeben und erlangten erst mit der aufkommenden Romantik im 18. Jh. an Bedeutung, 1782 verfasste der Pfarrer William Gilpin seinen populären Reiseführer "Observations on the River Wye", welcher das Kloster wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückholte, Künstler wie Thomas Gainsborough und William Turner verewigten die romantischen Ruinen in ihren Gemälden und der Dichter und führende Vertreter der englischen Romantik, William Wordsworth, besuchte 1793 die Abbey und veröffentlichte 1798 sein berühmtes Gedicht "Lines Composed A Few Miles Above Tintern Abbey, On Revisiting The Banks Of The Wye During A Tour. July 13, 1798", effektvolle, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1870, links unten signiert "Allan", Altersspuren, in neuzeitlicher Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 40,5 x 61 cm. Künstlerinfo: auch genannt Bob Allan, schottischer Zeichner, Aquarellist, Maler und Graphiker (1852 Glasgow bis 1942 London), zunächst Ausbildung zum Lithographen bei seinem Vater David Allan, früh autodidaktische Hinwendung zur Malerei, beschickte bereits 1873 das Glasgow Institute of Fine Arts mit Ölgemälden, 1875-80 mit väterlichem Erbe Studienaufenthalt in Paris, hier Atelierschüler bei Tony Robert-Fleury an der Académie Julian und Schüler von Alexandre Cabanel an der École des Beaux-Arts, anschließend Studienreise nach Spanien, schließlich Rückkehr nach Schottland, ab 1880 Mitglied der Royal Scottish Society of Painters in Watercolour [dt.: Königliche Schottische Gesellschaft der Aquarellmaler] und 1908-10 deren Vizepräsident, ab 1880 regelmäßig und ab 1883 gänzlich in London tätig, ab 1886 Mitglied des New English Art Club, 1910 Vizepräsident der Royal British Colonial Society of Artists, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Griechenland, Nordafrika, Damaskus, 1891-92 nach Indien und 1907 nach Japan, 1915 und 1920 Besuch bei den Schwiegereltern in den USA, beschickte diverse Ausstellungen wie den Pariser Salon der Société des Artistes Français, das Glasgow Institute of the Fine Arts, die Royal Academy London, die Londoner Grosvenor Gallery, den New English Art Club, das Royal Institute of Oil Painters, die Fine Art Society London, die Royal Scottish Academy und die Pariser Weltausstellungen 1889 und 1900, tätig in London, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Internet.
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