To modify your purchase order,
contact the auction house.
The reserve price is the minimum price accepted by the seller. Bidders cannot see this price. To win an item, you must place the highest bid and meet or exceed the reserve price.
Registrations are closed for this sale. You cannot place a bid.
The converted amounts are provided for informational purposes only. Only the currency determined for the sale by the auction house is binding. You can select a different currency by going to the "Preferences" page in your profile.
Fees including the auction house's fees and the platform's fees. For further details, please refer to the auction house's General Terms and Conditions of Sale.
Meissen Königliche Porzellanmanufaktur Chinoise Kanne mit Deckel Modelgeformtes rotes Böttger-Steinzeug mit matt polierter Oberfläche. Kleines viereckiges Modell mit viereckiger Röhrentülle an chinoisem Steg und fein profiliertem S-Henkel. Zugehöriger gestufter profilierter Deckel. Kurzer Brandriss an einer Kante unten. H 12,3, mit Deckel H 14 cm. Dresden, Venusbastei, um 1708 - 10. Ab dem Sommer 1706 wurden auf königlichen Befehl die unterirdischen Räume der Dresdener Venusbastei als Laboratorium für Johann Friedrich Böttger eingerichtet. Bis er diese Lokalität im Oktober/November 1707 beziehen konnte, war er auf dem Königstein unter Arrest gestellt. Als der erste Probebrand Ende 1707 in der Bastei gelang, stellte man dort über 115 Soldaten zu seiner Bewachung und der des Arkanums auf. Am 24. April 1708 war es dann soweit: Das Gründungsdekret der Porzellanmanufaktur konnte unterzeichnet werden. Johann Friedrich Böttger Mitarbeiter gingen in die Produktion. Für die Formgestaltung war spätestens ab 1710 hauptsächlich der gelernte Goldschmied Johann Jacob Irminger zuständig, der nicht nur Modelle im asiatischen Stil, nach dem Vorbild der Import-Porzellane, zu fertigen hatte, sondern auch "neue Desseins". Ob das Modell dieser Kanne ihm zuzuschreiben ist, bleibt spekulativ. Provenienz Westfälische Privatsammlung. Literatur Vgl. Syz/Jefferson Miller II/Rückert, Catalogue of the Hans Syz Collection, Vol. I, Washington 1979, Kat. Nr. 1, eine gleiche glatte Kanne aus dem größeren Modell (H 20 cm). Vgl. Kat. Meißen Frühzeit und Gegenwart. Johann Friedrich Böttger zu Ehren, Dresden 1982, Abb. I/39, das glasierte kleine Modell mit Prunusrelief eingeschnittener Kartusche. S.a. Jedding, Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts in Hamburger Privatbesitz, Hamburg 1982, Kat. Nr. 5. Vgl. Boltz, Steinzeug und Porzellan der Böttgerperiode - Die Inventare und die Ostermesse des Jahres 1719, in: Keramos 167/168/2000, Abb. 84, das Modell mit Prunusrelief und Schliffdekor, Abb. 85 f., beide Exemplare zusätzlich veredelt mit farbigem Lackdekor, das Relief besetzt mit Granaten. Ein identisches Exemplar der kleinen Kanne ist im Inventar der Ostermesse 1719 nicht enthalten. Vgl. Santangelo, A Princely Pursuit. The Malcolm D. Gutter collection of Early Meissen Porcelain, San Francisco 2018, Kat. Nr. 7, mit verputztem Prunusrelief, Deckelrand und obere Kante umlaufend gekerbt. Zu Böttger s. Rückert, Biographische Daten der Meißener Manufakturisten des 18. Jahrhunderts, München 1990, S. 72 ff.
Delivery is optional. You can use the carrier of your choice. The stated price does not include the lot price or the auction house fees.