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Josef Albers Teeglas mit Rührer von Josef Albers (1888 - 1976) Glas, verchromter Stahl, Ebenholz. Stahlring gestempelt Krupp V2A. Glas H 4,9, D 8,9 cm. Rührer L 10,4 cm. Ausgeführt von der Metallwerkstatt am Bauhaus, Dessau, um 1925. Das Glas hergestellt in den Jenaer Glaswerken Schott & Gen., der Stahl von der Krupp AG. Das vorliegende seltene Teeglas mit zugehörigem Rührstab aus Glas von Josef Albers verkörpert die Einfachheit von Form und Material, die das progressive Designdenken am Bauhaus Mitte der 1920er Jahre prägte. Das Werk, das mit Blick auf Praktikabilität, Zurückhaltung und funktionale Eleganz gestaltet wurde, spiegelt Albers’ Auseinandersetzung mit Materialforschung während seiner Zeit als Student und Lehrer am Bauhaus wider. Geplant als zukünftig industriell massenproduzierte Produkte, werden die Objekte heute als werkstattbasierte Entwürfe verstanden, da sie nur in begrenzter Stückzahl oder als Prototypen greifbar sind. Dieses Teeglas ist konzeptionell komplett neu gedacht worden. Es präsentiert die durchsichtige Flüssigkeit in einem durchsichtigen Gefäß mit einem durchsichtigen Rührgerät. Für die bessere Handhabung wurden zwei hölzerne Rundscheiben vertikal und horizontal an einer Stahlspange befestigt, die für die Reinigung des Glases entfernt werden kann. Die fragile Rührschaufel ist weniger als Zuckerlöffel gedacht, sondern soll ausschließlich dazu dienen, die Flüssigkeit erkalten zu lassen. Genau dieses kleine Gefäß belegt paradigmatisch die Genialität des Bauhaus-Lehrers Josef Albers und das Bestreben des Bauhauses, künstlerisches Design mit Funktionalität zu verbinden. Ein weiteres Exemplar mit Unterteller aus Porzellan befindet sich im Museum of Modern Art, New York, obj. no. 126.1957.1-2. Literatur Vgl. Weber und Bauhaus-Archiv, Die Metallwerkstatt am Bauhaus, exh. cat., Museum für Gestaltung, Berlin, 1992, S. 130.
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