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Olga Wisinger-Florian, Wien 1844 - 1926 Grafenegg Olga Wisinger-Florian Feldblumen 1885 Öl auf Holz; gerahmt 15 x 20 cm Signiert und datiert rechts unten: O. Wisinger Florian / 26. Juli (1)885. Kunstsalon Peter Kovacek, Wien; dort erworben und seit 1978 Privatbesitz, Wien Bei vorliegendem Gemälde handelt es sie wohl um ein Werk der Künstlerin, welches sie ihrer Mutter Anna Florian (geb. List) zu deren Namenstag am 26. Juli schenkte, vermerkte sie doch in ihrem Tagebuch folgende Zeilen: 12.07.1885: "Für Mama ein kleines Bildchen gemalt, Feldblumen." 26.07.1885: "Mamas Namenstag, nicht fleißig gearbeitet, Besuch von Wilfert und Avanco Ingenieur, dann speiste Mama da, abends Theater sehr komisch, gut unterhalten." Ab Mitte der 1880er Jahre begann sich Wisinger-Florian vom Einfluss ihres Lehrers Emil Jakob Schindler zu lösen und "erfand" einen eigenen Typus der Blumenmalerei, indem sie das Blumenstillleben des Biedermeiers neu interpretierte und weiterentwickelte. Heimische Wiesenblumen wurden, je nach Jahreszeit, zu Sträußchen gebunden und scheinbar zufällig im Freien an einen Wegesrand oder in einem Innenraum als Arrangement auf einem Tisch, in Vasen und anderen Gefäßen platziert. Mit diesen raffinierten Kompositionen, in denen jede einzelne Blume in ihrer natürlichen Lebendigkeit wiedergegeben ist, konnte Wisinger-Florian ihre malerische Bravour unter Beweis stellen und fand damit auch beim Publikum großen Anklang. Ein "Feldblumenbild" verhalf der Künstlerin auch zu einem ersten kommerziellen Erfolg, wurde doch 1888 im Wiener Künstlerhaus ein Gemälde mit diesem Sujet vom Industriellen Böhm erstanden. Da auch der Prinzregent Luitpold von Bayern an jenem Bild interessiert war, begann die Malerin dieses beliebte Motiv zu wiederholen und im Laufe der folgenden Jahre entstanden einige Dutzende dieser zauberhaften Blumenbilder. (MS) Wir danken Dr. Alexander Giese und Lara Bandion, BA MA für die wissenschaftliche Unterstützung. Das Gemälde wird von ihnen in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen. Differenzbesteuert (33% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten), Drouot Gebühren sind enthalten / Differential Taxation (33% including 20% sales tax), Drouot Bidding Fees are included Zusätze zu unserer Geschäftsordnung: https://imkinsky.com/zusaetze-zu-unserer-geschaeftsordnung
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