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Homosexualität - LGBTQ - Radszuweit, Friedrich. Männliche Körperschönheit. 43 Natur-Aktaufnahmen schöner Jünglinge und Männer. Mit 43 photographischen Abbildungen. Berlin, Martin Radszuweit-Verlag, 1931. 2 Bl. (Titel, Vorwort), 22 Bl. (Tafeln, Verlagswerbung). 24,5 x 16 cm. Original-Broschur mit Deckeltitel (leicht knickspurig, lichtrandig, berieben und fleckig). Seltene einzige Ausgabe, nur ein Nachweis über KVK (BnF). - Das "rein künstlerische Aktwerk" (Vorwort) wurde von einer der schillerndsten und prägendsten Figuren der Homosexuellenbewegung der Berliner 1920er Jahre, Heinrich Friedrich Radszuweit (1876-1932), zusammengestellt. Der Aktivist, Unternehmer, Verleger und Autor, der ab 1923 dem "Bund für Menschenrecht" (BfM) vorstand, forderte nicht nur die Abschaffung des §175, er plante 1924 auch die Gründung einer "Homoerotische Freundschaftspartei", für die er als Abgeordneter in den Reichstag ziehen wollte und versicherte 1931 "Herrn Hitler, wenn Sie für die Beseitigung des § 175 öffentlich eintreten, daß Sie dann sicher an Popularität noch mehr gewinnen würden." - Immer wieder im Clinch mit anderen Aktivisten wie Magnus Hirschfeld oder Adolf Brand, publizierte Radszuweits Verlag, der hier schon auf den Namen seines von ihm adoptierten Lebenspartners lief, neben den "Blättern für Menschenrecht" auch "Das Freundschaftsblatt", "Die Insel - Das Magazin der Ehelosen und Einsamen" (1926-1931), "Das 3. Geschlecht" (1930-1932) und "Die Freundin - Wochenschrift für ideale Frauenfreundschaft" (1924-1933), die sich allesamt an die "queere community" wandten. So wundert es nicht, dass einige seiner Zeitschriften ab 1926 auf der berüchtigten "Schund- und Schmutzliste" der Weimarer Republik landeten. - Das letzte Blatt verso mit der Werbung für seinen besonders erfolgreichen Roman "Männer zu verkaufen. Ein Wirklichkeitsroman aus der Welt der männlichen Erpresser und Prostituierten". - Innen sehr gut.
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