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Germany. Late 16th century., Relief, Grablegung Christi Deutschland. Spätes 16. Jh., Relief, Grablegung Christi Holz, geschnitzt. Reste einer älteren polychromen Fassung. Das erhaben gearbeitete Relief zeigt den auf einem faltenreichen Tuch aufgebahrt liegenden Leichnam Christi mit Maria und zwei Engeln. Auf späterem mit rotem Samt bezogenem Sockel montiert. Alters- und Fassungsschäden. Relief 18 x 31,5 x 3 cm, Sockel 31 x 35 x 9 cm. Provenienz: Sammlung Oetker Krefeld. Das Objekt stammt aus der Familie des Krefelder Unternehmers Rudolf Oetker (1874-1930). Die Firma Deuß & Oetker wurde um 1850 als Handweberei gegründet. Seit 1919 gehörte sie zu den Gründern der Vereinigten Seidenwebereien AG. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Firma auf Krawattenstoffe spezialisiert. Von 1900 bis 1903 verwirklichte das Unternehmen u.a. mehrere Kollektionen von 'Künstlerseide' nach Entwürfen von Vertretern der Reformbewegung um 1900 wie Henry van de Velde. Oetker engagierte sich zudem vielfältig in Krefeld, so für den dortigen Rennverein, für den Flugplatz, das Hockeyspiel sowie das Kaiser Wilhelm Museum,welches er durch Ankäufe unterstützte. Im Jahr 1917 heiratete er in zweiter Ehe Lilly Jentges. Ende der Zwanziger Jahre beauftragte der Unternehmer schließlich für sich und seine wachsende Familie den renommierten Krefelder Architekten August Biebericher (1878-1932) mit der Planung und Ausführung eines luxuriösen Wohnhauses an der Hohenzollernstraße 91. Während die anderen Vorstandsmitglieder der Firma, Hermann Lange und Josef Esters, nahezu zeitgleich auf der Wilhelmshofallee ihre modernen Villen von Mies-van-der-Rohe bauen ließen, setzte Biebericher für Oetker auf eine traditionelle barockisierende Formsprache. So konzipierte der Architekt das Haus als gediegene zeitgenössische Rezeption des bergischen Spätbarocks. Es entstand ein von einem weitläufigen Park mit Wasserbassin umgebener schlossartiger Wohnsitz, der ganz den architektonischen Regeln des 18. Jh. folgte. Auch in der Innenausstattung setzte sich dieser Stil fort. So wurden so genannte Spolien, also Bauelemente aus historischen Gebäuden verwendet. Dazu zählten u.a. eine Parkettfläche, die aus dem alten Berliner Stadtschloss stammte oder historische Delfter Fliesen. Ergänzt wurde das kunstvolle Ensemble durch eine Sammlung ausgesuchter Kunst- und Antiquitäten, die im renommierten Kunsthandel erworben wurden und welche dem Haus ein kostbares Erscheinungsbild verlieh, wie man es seinerzeit in Deutschland sonst nur in den großen privaten Kunst-Sammlungen der Metropolen von Berlin oder München vorfand. Der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit lag bei historischen Möbeln des 17./18. Jh., Teppichen, Silber, Altmeistergemälden und einer umfangreichen Gruppe mittelalterlicher Skulpturen. Nachdem die verwitwete Lilly Oetker das Haus 1952 an das Deutsche Rote Kreuz verkauft hatte, wurde die Sammlung auf verschieden Teile der Familie verteilt.
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