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Wols (Wolfgang Schulze)* (Berlin 1912 - 1951 Paris) Königliches Rot, 1963 Radierung/Papier 28 x 21 cm nummeriert VI/XXV, im Druck signiert Wols verso Etikett Rouge Royal datiert 1963 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 100 - 200 STARTPREIS / STARTING PRICE € 100 Wols verließ Deutschland 1932 und ließ sich in Paris nieder, wo er zunächst als weitgehend autodidaktischer Fotograf tätig war. Sein Künstlername entstand 1937 durch die verkürzte Schreibweise seines Namens in einem Telegramm. Im Pariser Umfeld knüpfte er Kontakte zu Max Ernst, Fernand Léger und Jacques Prévert. Auch Joan Miró und André Masson bilden wichtige Bezugspunkte für die Nähe seiner frühen Arbeiten zu Surrealismus, poetischer Bildfindung und Automatismus. Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle zeigen bereits seine eigene, auf Zufall, Detailbeobachtung und fragile Linienstrukturen gerichtete Bildsprache. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Wols als deutscher Staatsangehöriger in Frankreich interniert. Unter schwierigen Bedingungen arbeitete er weiter an Zeichnungen und Aquarellen. Ab 1946 wandte er sich, angeregt durch den Galeristen René Drouin, verstärkt der Ölmalerei zu; Drouin zeigte 1947 vierzig seiner Gemälde. Jean Dubuffet und Jean Fautrier stehen im selben Pariser Nachkriegsumfeld für die radikale Erneuerung der Malerei, Henri Michaux und Camille Bryen für Linie, Automatismus und psychische Bildräume. Wols’ Gemälde sind durch nervöse Liniennetze, Kratzspuren, Tropfen und transparent geschichtete Farbfelder geprägt. Seine prozesshafte Malerei wurde für Art Informel, Tachismus und lyrische Abstraktion wegweisend. Georges Mathieu, Hans Hartung, Gérard Schneider, Jean-Paul Riopelle, Jean-Michel Atlan und Pierre Soulages markieren wichtige Positionen dieser europäischen Nachkriegsabstraktion; Nicolas de Staël bildet eine Kontrastposition. Alberto Giacometti, Jackson Pollock, Mark Tobey und Antoni Tàpies sind weitere Vergleichsgrößen. Wols starb 1951 in Paris; sein Werk wurde posthum zu einem entscheidenden Bezugspunkt der abstrakten Nachkriegskunst.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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