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Arnulf Rainer* (Baden 1929 - 2025 Wien) Ohne Titel, 1971-73 Aus der Serie "Sieben Kleine", 1971-73 Radierung/Papier 19,5 x 17,6 cm signiert A. Rainer, beschriftet pr. Druck signiert im Druck A. Rainer SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 400 - 800 STARTPREIS / STARTING PRICE € 400 Arnulf Rainer war ein zentraler österreichischer Künstler der Nachkriegsmoderne. Nach dem Besuch der Napola Traiskirchen und einem Hochbaustudium an der Bundesgewerbeschule Villach wurde er kurzzeitig an der Akademie für angewandte Kunst sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien aufgenommen, verließ beide jedoch rasch. 1947 begegnete er bei einer British-Council-Ausstellung in Klagenfurt erstmals internationaler Gegenwartskunst. 1950 gründete Rainer mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Arik Brauer, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Josef Mikl die Hundsgruppe. Während Fuchs, Lehmden und Brauer dem Phantastischen Realismus zuzurechnen sind, entwickelten Hollegha, Mikl, Prachensky und Rainer wesentliche Positionen des österreichischen Informel. Nach dem gemeinsamen Besuch bei André Breton in Paris 1951 wandte sich Rainer vom Surrealismus zunehmend Tachismus und Informel zu. Otto Mauer unterstützte ihn ab 1953; 1956 gründete Rainer mit Hollegha, Prachensky und Mikl die Gruppe „Galerie St. Stephan“. Zwischen 1953 und 1959 entstanden die Reduktionen als Vorstufe seiner späteren Übermalungen. Seit den 1950er-Jahren überarbeitete Rainer eigene und fremde Bilder, Drucke und Fotografien. Künstler wie Sam Francis, Georges Mathieu, Emilio Vedova und Jackson Pollock bilden wichtige Vergleichspunkte für seine gestische, prozesshafte Malerei. Ab Mitte der 1970er-Jahre entstanden Werkgruppen wie Face Farces, Body Poses, Blindmalerei, Mikrostrukturen, Atomisationen und Kreuzserien. In Beziehung zum Wiener Aktionismus von Hermann Nitsch, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler stehen seine körperbezogenen Bildstrategien, ohne dass Rainer selbst Aktionist war. 1978 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis; von 1981 bis 1995 lehrte er an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2009 eröffnete das Arnulf Rainer Museum in Baden bei Wien.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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