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Josef Floch* (Wien 1894 - 1977 New York) Maler und Modelle (Red Shade III), 1963 Öl/Leinwand 66 x 66 cm signiert Floch, datiert 1963 vgl. Pallauf, Werkverzeichnis Floch, 2000, S. 396, Nr. 746 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 18000 - 28000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 18000 Der österreichisch-amerikanische Maler Josef Floch (1894 Wien – 1977 New York) studierte von 1913 bis 1918 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Rudolf Bacher, Franz Rumpler und Hans Tichy, wo er früh Einflüsse von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Anton Faistauer aufnahm und seinen Expressionismus entwickelte. Studienreisen nach Ägypten, Palästina und in die Niederlande vertieften seine Auseinandersetzung mit Rembrandt, Vermeer, Hans von Marées, Paul Cézanne und Van Gogh, was zu einer allmählichen Hinwendung hin zu Realismus und introspektiven Kompositionen führte. Von 1922 bis 1938 war Floch Mitglied des Hagenbundes und beteiligte sich regelmäßig an dessen Ausstellungen, neben denen er 1925/1926 nach Paris übersiedelte und sich im Montparnasse-Milieu etablierte. In Paris nahm er an prominenten Salons teil – Salon d’Automne, Salon des Tuileries – und zeigte Werke in der Galerie von Berthe Weill (neben Pablo Picasso und Amedeo Modigliani); eng befreundet war er mit Willy Eisenschitz, der ihn in die Pariser Szene einführte. Flochs Stil wandelte sich zu melancholischen Interieurs, Terrassenbildern und Figurenkompositionen, die Einsamkeit und emotionale Distanz ausstrahlen – typisch für die Exilmalerei und Exilkunst jener Jahre, vergleichbar mit Anton Kolig oder der Hundsgruppe. 1941 emigrierte er mit Familie auf dem Schiff Navemar nach New York, wo auch Ernst, Minna und Thomas Lachs an Bord waren; 1944 folgten Ausstellungen in der Associate American Artists Gallery und zahlreichen Museen, die seinen Erfolg in Amerika festigten. 1956 erhielt er das Kreuz der französischen Ehrenlegion, 1963 den Chevalier de l’Ordre des Arts et Lettres. Floch gilt als Brückenbauer zwischen Wiener Expressionismus und amerikanischem Realismus, mit Parallelen zu Max Liebermann und Edward Hopper in der nüchternen, aber gefühlvollen Darstellung urbaner Szenen und Interieurs. Sein Werk, geprägt von Cézannes Formkraft und niederländischer Lichtstimmung, verkörpert die Schicksale der Exilmalerei.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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