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SUKETADA: EIN EDLES HOLZ-NETSUKE, DAS EINEN KAPPA DARSTELLT, DESSEN FUSS SICH IN EINER HAMAGURI-MUSCHEL VERFANGEN HAT Von Eguro Suketada (1851–1915), signiert „Suketada 亮忠“ Japan, Takayama, Provinz Hida, Mitte des 19. Jahrhunderts, Edo-Zeit (1615–1868) Sehr fein geschnitzt als Kappa, der versucht, über eine große Hamaguri-Muschel zu klettern, wobei ein Hinterfuß fest zwischen deren Schalen eingeklemmt ist. Die warzige Haut des Kappa ist meisterhaft dargestellt, die Augen sind aus dunklem Horn eingelegt und der Panzerrand ist fein eingeritzt. Das lange Haar, das die charakteristische Vertiefung am Kopf des Kappa umgibt, in der sich sein lebenswichtiges Wasser befindet, ist detailreich geschnitzt, während die glatt gerundete und ansprechend polierte Muschel einen reizvollen Kontrast zur dicht strukturierten Oberfläche des Wassergeistes bildet. Darunter befindet sich ein großes, ringförmiges, asymmetrisches „Himotoshi“ sowie die Signatur „SUKETADA“. HÖHE 3,7 cm Provenienz: Christie’s, „Fine and Important Japanese Prints and Works of Art“, 15.–16. April 1988, New York, Los 37 (verkauft für 5.280 GBP bzw. ca. 18.000 Euro, umgerechnet und inflationsbereinigt zum Zeitpunkt der Abfassung). Aus einer namhaften französischen Privatsammlung, von dort erworben. Zustand: Sehr guter Zustand mit nur geringfügigen Gebrauchsspuren, einer winzigen Kerbe am grün gefärbten Himotoshi und einigen leichten Oberflächenkratzern auf der Unterseite. Eguro Suketada (1851–1915) stammte aus der Linie von Eguro Sukeharu (1831–1901) und Hirata Suketomo (1809–1847), einer der Gründungsfiguren der Hida-Schnitzschule. Die vorliegende Komposition war offensichtlich ein beliebtes Motiv innerhalb dieser Linie von Hida-Schnitzern. Das vorliegende Motiv ist eine humorvolle und leicht erotische Idee. Die Hamaguri-Muschel fungiert in der japanischen Bildsprache als Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan, und hier findet sich der schelmische Kappa – in der Volkskunde normalerweise der Angreifer – buchstäblich in der Falle wieder. Das Motiv wurde folglich als spielerische Warnung vor den Gefahren amouröser Verstrickungen und weiblicher Verführung interpretiert. Ein eng verwandtes Museumsexemplar wird ebenfalls als Umkehrung der üblichen Rolle des Kappa beschrieben, wobei der Wassergeist zum Opfer weiblicher Begierde wird. Literaturvergleich: Vergleichen Sie ein eng verwandtes Netsuke aus Holz mit demselben Motiv, signiert „Suketada“, 3,5 cm hoch, abgebildet in Barry Davies: „Oriental Art, The Netsuke Collection of W. G. Bosshard“, Teil I, Nr. 83. Auktionsvergleich: Vergleichen Sie ein eng verwandtes Netsuke aus Holz mit demselben Motiv, signiert „Suketada“, 4,2 cm hoch, bei Bonhams, „The Harriet Szechenyi Sale of Japanese Art“, 8. November 2011, London, Los 54 (verkauft für 8.125 GBP bzw. ca. 14.500 Euro, umgerechnet und inflationsbereinigt zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes).
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