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Franciszek Smuglewicz 1745 - 1807 Die Jugend des Bacchus Umsetzung von Marco Carloni Aquarell auf Papier 33 x 42 cm, mit Rahmen 55,5 x 64 cm Bezeichnet unten links & mittig Franciszek Smuglewicz zählt zu den bedeutenden Vertretern des Klassizismus in Polen und Litauen. Seine Ausbildung und sein langjähriger Aufenthalt in Rom prägten seine intensive Beschäftigung mit antiker Kunst und mythologischen Themen. Gemeinsam mit Vincenzo Brenna fertigte er zeichnerische Vorlagen nach antiken römischen Wandmalereien an, die Marco Carloni für das Tafelwerk „Vestigia delle Terme di Tito e loro interne pitture“ in Druckgrafiken übertrug. Das Aquarell verweist auf die frühe Lebensgeschichte des antiken Weingottes. Nach seiner außergewöhnlichen Geburt wurde er der Obhut von Nymphen anvertraut. Darstellungen seiner Jugend verbinden daher häufig fürsorgliche Begleiterinnen mit Figuren seines späteren Gefolges. Innerhalb einer bläulich lavierten, grisailleartigen Rahmung mit rotgrundigen Eckmedaillons entfaltet sich vor rotem Hintergrund eine nach rechts gerichtete Figurenfolge. Eine voranschreitende Frau zieht einen kleinen Wagen und wird von einer zweiten Frau begleitet. Dahinter hält ein muskulöser Mann ein sich leicht aufbäumendes Pferd am Zaumzeug. Sein bewegt ausschwingender Umhang verstärkt die Dynamik der Gruppe. Ein Kranz schmückt seinen Kopf; hinter ihm erscheint eine weitere Gestalt in langem Gewand mit einer kronenartigen Kopfbedeckung. Der bekränzte Mann ist vermutlich als Bacchus zu verstehen. Die gemeinsame Bewegungsrichtung, das lebhafte Pferd und der ausschwingende Stoff verleihen der Szene einen prozessionsartigen Charakter. Der rote Bildgrund und die blauen Akzente der Rahmung verbinden die antikisierende Figurendarstellung mit einer dekorativen Gesamtgestaltung, die an die Bildfelder antiker Wandmalerei erinnert.
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