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Cosmas Damian Asam 1686 - 1739, zugeschrieben Der Tod des Heiligen Nepomuk Öl auf Leinwand, dubliert 109,5 x 67,5 cm, mit Rahmen 120 x 77 cm Rückseitig Etikett mit Hinweis zum Künstler und Darstellung Cosmas Damian Asam gehört zu den bedeutendsten Vertretern des süddeutschen Spätbarock und zu den Wegbereitern des bayerischen Rokoko. In Rom ausgebildet, prägte er insbesondere als Freskomaler die Ausstattung zahlreicher Kirchen. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Bildhauer und Stuckateur Egid Quirin Asam, schuf er eindrucksvolle sakrale Rauminszenierungen, in denen Architektur, Malerei und Skulptur zusammenwirken. Seine religiösen Kompositionen zeichnen sich durch bewegte Figurengruppen, wirkungsvolle Lichtführung und die Verbindung irdischer und himmlischer Sphären aus. Das Asam zugeschriebene Gemälde zeigt den zu Boden gesunkenen heiligen Johannes Nepomuk, der ein Kruzifix in seinen Armen hält. Vor ihm, in der linken unteren Bildecke, liegt ein aufgeschlagenes Buch. Sein erhelltes Gesicht mit geschlossenen Augen, von einem zart angedeuteten Nimbus umgeben, ist zum Himmel gewandt. Die Haltung erinnert an Darstellungen des leidenden Christus und verleiht der Szene einen dramatischen Ausdruck. Rechts neben dem Heiligen vertiefen sich zwei Putti in ein Buch und auch links wenden sich zwei Engelsfiguren einem Schriftstück zu. Über dieser Gruppe öffnen sich Wolkenformationen mit Engelsköpfen. Den oberen Abschluss bilden drei schwebende Engelsgestalten, die eine mit Blumen gefüllte Schale tragen und auf das Geschehen herabblicken. Die nach oben gestaffelte Komposition führt den Blick vom niedergesunkenen Körper des Heiligen in die himmlische Sphäre. Die vertikale Entwicklung der Figurengruppen erinnert dabei an den Aufbau eines barocken Altarbildes. Der späteren Legende zufolge war Johannes Nepomuk Beichtvater der Gemahlin des böhmischen Königs Wenzel IV. Als er sich weigerte, dem König den Inhalt ihrer Beichte preiszugeben, ließ dieser ihn foltern und von der Prager Karlsbrücke in die Moldau stürzen. Historisch belegt ist sein gewaltsamer Tod im Jahr 1393 im Zusammenhang mit einem Konflikt zwischen dem König und dem Prager Erzbischof; die Überlieferung vom Märtyrer des Beichtgeheimnisses entstand erst später. Die beschriebene Darstellung lässt sich weniger als Schilderung eines vermeintlich historischen Geschehens, denn als Andachtsbild seines Todes und seiner himmlischen Aufnahme verstehen. Das eng an den Körper gehaltene Kruzifix betont seine Verbundenheit mit Christus, während der aufwärtsgerichtete Blick und die versammelten Engel die Hoffnung auf Erlösung anschaulich machen.
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