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MONTHERLANT, Henry de. Port-Royal. Außergewöhnliches Exemplar aus der Bibliothek von Simone André Maurois, ergänzt durch eine Widmung und einen eigenhändigen, signierten Brief von Henry de Montherlant an André Maurois. Paris, Gallimard NRF, 1954. In-8, roter Halbledereinband mit kaltgeprägten Ecken, Rücken mit 3 breiten, mit Faden versehene und kaltgeprägten Rippen, geometrisches Dekor aus Kreisen und kaltgeprägten sowie vergoldeten Zierlinien zwischen den Rippen, Autor und Titel in Goldbuchstaben, Einlagen und Vorsatzblätter aus marmoriertem Papier, vergoldeter Kopf, Einband und Rücken erhalten (Einband aus der Entstehungszeit). 223 Seiten und 3 Folios (Inhaltsverzeichnis und Druckvermerk). Einband leicht abgewetzt. Zweite Auflage, zeitgleich mit der Erstausgabe, dieses Stücks, das am 8. Dezember 1954 an der Comédie-Française uraufgeführt wurde und den Widerstand der Nonnen des Klosters Port-Royal gegen die königliche und kirchliche Macht im Jahr 1664 thematisiert. „Die ‚katholische Trilogie‘, die mit *Le Maître de Santiago* begann und mit *La Ville dont le prince est un enfant* fortgesetzt wurde, findet ihren Abschluss in *Port-Royal*, dem authentischsten christlichen Werk Montherlants. Diese Episode der Verfolgung der Nonnen von Port-Royal durch Ludwig XIV. folgt eng den historischen Ereignissen. Es ist einer der ergreifendsten Momente im geistlichen Leben Frankreichs, der hier in einem schlichten und kraftvollen Werk auf die Bühne gebracht wird, in dem Tränen weder das Lächeln noch gar das Lachen ausschließen.“ (Vorwort des Verlags). Exemplar aus der Bibliothek von Simone André Maurois, Ehefrau von André Maurois, geborene Simone de Caillavet (1894–1968), mit ihrem Exlibris-Vignette auf der Innenseite des Einbands, gestochen von Jacquin nach einer Zeichnung von Henri Mondor vom April 1935. Es ist bereichert durch eine seltene, von Montherlant eigenhändig signierte Widmung an André Maurois auf dem Vorsatzblatt, die zugleich spitzbübisch und liebevoll ist: „An André Maurois, der mir seit dreißig Jahren trotz allem kein einziges seiner Bücher mehr schickt! Untreuer (?) Montherlant“. Es enthält außerdem einen eigenhändig signierten Brief von Montherlant an Maurois, datiert vom 17.12.54 und vor dem Originalumschlag eingeklebt (1 Blatt im Format in-8, handschriftlich mit blauer Tinte verfasst, mit einem Briefumschlag, adressiert an Herrn André Maurois, 86 Bd Maurice Barrès, Neuilly-sur-Seine). Montherlant bedankt sich darin bei Maurois für eine Widmung, die dieser ihm in der französischen Wochenzeitschrift „Carrefour“ gewidmet hat, und erwähnt die Neuauflage der „Relation de Captivité“ von Schwester Angélique de Arnauld d’Andilly (1630–1700), einer Ordensschwester der Abtei Port-Royal des Champs, die er zur Hauptfigur seines Theaterstücks gemacht hat. Vollständige Abschrift: „Mein lieber Maurois, vielen Dank für Ihre kurze Zeile in ‚Carrefour‘. Sie werden noch vor Jahresende die „Relation de Captivité“ erhalten, verfasst von Schwester Angélique de Saint-Jean, die seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr nachgedruckt wurde und deren Herausgabe ich bei Gallimard in Auftrag gegeben habe. Darin wird alles geschildert, was der Schwester widerfährt, sobald der Vorhang über meinem Stück gefallen ist, und in den folgenden sechs Monaten … Mit freundlichen Grüßen, Montherlant. 17.12.54.“ Schönes und seltenes Exemplar mit erhaltenen Einbänden.
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