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Pierre-Nolasque Bergeret (1782–1863) Die Musards der Rue du Coq. 1804. Lithografie mit Feder und Pinsel („Gedruckt von der Lithografiewerkstatt, Rue St. Sébastien Nr. 24. “). 374 x 215 [414 x 276 mm]. Gräff nicht beschrieben; I.F.F. nicht beschrieben; Senefelder bei Daumier 31; Kat. Bonafous-Murat, 1987, Nr. 1. Sehr schöner Abzug auf elfenbeinfarbenem Pergament, in schönen historischen Farben. Helle Stockflecken. Leichte Knickspuren in den schönen Rändern. AABM-Stempel (Lugt 3075). Dieser wertvolle lithografische Inkunabel, der Bouchot und Gräff unbekannt blieb, zeigt das Geschäft des berühmten Kunsthändlers und Kupferstichverlegers Martinet. Dieser Druck wurde am 12. April 1805 unter der Nummer 115 bei der Pflichtexemplarablage von Louise Gabrielle Revillon, verheiratete Vernay, registriert, der Nachfolgerin von Frédéric André, der die erste Pariser Lithografiedruckerei gegründet hatte. Er zeigt das Geschäft des berühmten Kupferstichhändlers Aaron Martinet in der Rue du Coq-Saint-Honoré 124, der heutigen Rue Marengo, einem Treffpunkt für Liebhaber von Kupferstichen und insbesondere von Karikaturen während des Konsulats und des Kaiserreichs. Man sieht die Menschenmenge, die sich vor den im Schaufenster präsentierten Neuheiten drängt. Dieser Druck, der lange Zeit unbeachtet blieb, galt später als Radierung von D. Bosio (vgl. Beraldi, Bd. II, S. 167). Loÿs Delteil, der das Werk abdruckt (Manuel de l’Amateur d’estampes des XIXe et XXe siècles, Paris, Dorbon Aîné, 1925, Band I, S. 24, Abbildung gegenüber S. 62), war offenbar der Erste, der die Urheberschaft dieses Druckes P.-N. Bergeret zuschrieb.
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