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YABU MEIZAN: EINE HERVORRAGENDE UND SELTENE SATSUMA-KERAMIK-RÄUCHERDOSEN (KOGO) Von Yabu Meizan (1853–1934), signiert „Yabu Meizan“ Japan, ca. 1890–1905, Meiji-Zeit (1868–1912) Meisterhaft geformt und exquisit verziert mit vielfarbigen Emaille-Verzierungen und reichhaltigen Vergoldungen auf einer fein craquelierten cremefarbenen Glasur. Der passgenaue Deckel ist als prächtige Chrysantheme gestaltet, deren vergoldet umrandete Blütenblätter ein zentrales Rundbild umgeben, das Jungen bei ihren gelehrten Beschäftigungen zeigt. Die Seiten sind reich verziert mit einem dichten Millefleur-Hintergrund aus Chrysanthemen, der einen Kontrast zum zurückhaltenden Inneren der Schatulle und des Deckels bildet, auf denen jeweils ein fliegender Spatz inmitten herabhängender violetter Glyzinien dargestellt ist. Auf der Unterseite in Gold signiert: YABU MEIZAN. HÖHE 3 cm (inkl. Deckel), DURCHMESSER 9,3 cm Zustand: Hervorragender Zustand ohne sichtbare Beschädigungen oder Restaurierungen unter UV-Licht. Sehr geringfügige, typische Abnutzungsspuren an der Vergoldung. Yabu Meizan (1853–1934) war einer der versiertesten und berühmtesten Satsuma-Künstler der Meiji-Zeit. Bekannt für seine außergewöhnlich feine Pinselführung und seine akribische Liebe zum Detail, spezialisierte er sich auf zart gemalte Kompositionen, die oft Landschaften, saisonale Motive und Genreszenen zeigten. Seine Werkstatt stellte hochwertige Waren sowohl für den heimischen Markt als auch für den Export her, und er warb aktiv international für sein Werk, indem er an Weltausstellungen teilnahm und zum weltweiten Erfolg japanischer Keramik auf dem Höhepunkt des Japonismus beitrug. Das vorliegende Kogo, eine Form, die Meizan nur selten erprobte, ist ein besonders gelungenes Beispiel für die Meisterschaft des Künstlers in der Miniaturdekoration. Seine Komposition ist sorgfältig in verschiedene visuelle Ebenen gegliedert: Die winzige figürliche Szene bildet den Mittelpunkt in der Mitte, eingerahmt von den monumentalen, strahlenförmig angeordneten Blütenblättern der Chrysantheme, die wiederum in den dicht gemusterten Blumenhintergrund übergehen, der die Seiten umgibt. Öffnet man die Schatulle, weicht dieser fast überwältigende Reichtum dem weitläufigen und lyrischen Motiv aus Spatzen und herabhängenden Glyzinien, wodurch ein bewusster Kontrast zwischen äußerer Fülle und innerer Zurückhaltung entsteht. Literaturvergleich: Vergleiche eine eng verwandte Räucherdose (kogo) aus Satsuma-Steingut mit Deckel von Yabu Meizan, ca. 1890–1905, 7,7 cm lang, abgebildet in: Oliver Impey und Malcolm Fairley, The Nasser D. Khalili Collection of Japanese Art. Treasures of Imperial Japan. Keramik Teil II, 1995, Nr. 38.
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