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MOCHIZUKI KINPO: TIGER Von Mochizuki Kinpo (1846–1915), signiert „Kinpo“ und mit dem Siegel „Mochizuki Manabu“ in Japan, datiert 1897 Tinte und Aquarellfarben auf Seide. Als Hängerolle in einem Rahmen aus Seidenbrokat mit Jikusaki (Rollenenden) aus Elfenbein montiert. Fein gemalt mit sanften Pinselstrichen, zeigt das Bild einen den Betrachter anblickenden Tiger: das majestätische Raubtier mit gekreuzten Vorderpfoten, die scharfe Krallen offenbaren, und einem Gesicht mit grimmigem Ausdruck und durchdringendem Blick. Inschriften: Unten rechts signiert mit 金鳳 Kinpo und dem Siegel 望月学印 Mochizuki Manabu. Auf dem Deckel der Holzkiste die Inschrift 虎図壹幅 Tora zu ippuku [Bild eines Tigers, eine Rolle]. Auf der Innenseite des Deckels steht „明治 丁酉 一月“ (Meiji hinoto-tori ichi gatsu) [entspricht dem Jahr 1897] sowie die Signatur „金鳳“ (Kinpo) mit dem Siegel „金鳳“ (Kinpo). Bildgröße 42,6 x 104,2 cm, Größe inkl. Passepartout 55,7 x 198,1 cm Provenienz: Aus der Privatsammlung von Heinrich Georg Johann und Eva Harms, zusammengetragen in Shanghai zwischen 1935 und 1942. Heinrich Georg Johann Harms (1906–175) war Chemiker und ehemaliger Direktor von Merck & Co. Gemeinsam mit seiner Frau Eva (1905–1998) erwarben sie während ihres Aufenthalts in Shanghai verschiedene Objekte und dokumentierten damit ihre Sammelinteressen als europäisches Ehepaar in der damals pulsierenden internationalen Metropole. Zu den Höhepunkten ihrer Sammlung zählen drei archaische Bronzen aus der Shang-Dynastie, darunter ein Gu und ein Li-Ding, deren Siegelmarken auf bedeutende Clans aus dem 11. Jahrhundert v. Chr. verweisen, sowie verschiedene tibetische und japanische Kunstwerke. Zustand: Sehr guter Zustand mit leichten Gebrauchsspuren, wenig Verschmutzungen und einigen Knicken, die auf der Rückseite verstärkt sind. Die Einrahmung weist Gebrauchsspuren und Knicke auf; der untere Bereich ist von Wasserschäden und Flecken betroffen, alles auf der Rückseite verstärkt. Mit einer beschrifteten und datierten Holzschatulle (Tomobako). Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass wir die Rollenden aus Elfenbein vor dem Versand bzw. der Übergabe des Objekts entfernen müssen. Die Rollenden sind nicht Bestandteil dieses Angebots. Mochizuki Kinpo (1846–1915), geboren in Osaka, studierte zunächst Malerei bei Jinpo Hayashi, wo er in der Maruyama-Schule unterrichtet wurde, und setzte später seine Ausbildung bei Kan’ei Nishiyama von der Shijo-Schule fort. Seine frühen Ambitionen galten jedoch nicht unmittelbar der Malerei, da er einst davon träumte, Schwertkämpfer zu werden. Stattdessen trat er in den Staatsdienst ein und arbeitete für das Innenministerium, wo er der Abteilung für Geografie zugewiesen wurde und eine Zeit lang in Hokkaido stationiert war. Während dieser Zeit reichte er ein Werk ein, das auf seinen Erfahrungen in Hokkaido basierte, bei der Ersten Nationalen Malereiausstellung ein, wofür er eine lobende Erwähnung erhielt. Danach zog er nach Tokio, um sich ernsthaft der Malerei zu widmen, und stellte vielfach aus, insbesondere in Ausstellungen im Zusammenhang mit der Japan Art Association. Für die Japan Art Association schuf er hauptsächlich Tierbilder und gewann häufig Preise. Museumsvergleich: Vergleichen Sie ein verwandtes Gemälde desselben Künstlers, das Hunde im Herbstmond zeigt, im Museum der kaiserlichen Sammlungen, Sannomaru Shozokan, Referenznummer SZK000111.
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