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MARUYAMA OKYO: MANDARINENTEN Von Maruyama Okyo (1733–1795), signiert „Okyo“ mit den Siegeln „Okyo no in“ und „Chusen“ Japan, datiert 1784, Edo-Zeit (1615–1868) Veröffentlicht: Forrer, Matthi [Hrsg.] (2020) Kakemono: Fünf Jahrhunderte japanischer Malerei. Die Perino-Sammlung, S. 40, Kat.-Nr. 16. Ausgestellt: MUSEC Villa Malpensata, Lugano, „Kakemono: Fünf Jahrhunderte japanischer Malerei. Die Perino-Sammlung“, 17. Juli 2020–11. April 2021. MAO Museo d’Arte Orientale, Turin, „Kakemono: Fünf Jahrhunderte japanischer Malerei. Die Perino-Sammlung“, 12. November 2021–25. April 2022. Tinte und Aquarellfarben auf Seide. Als Hängebild auf einem Rahmen aus Seidenbrokat mit schwarz lackierten Holz-Jikusaki (Rollenenden) aufgezogen. Fein gemalt mit vier Mandarinenenten (Oshidori): Ein Weibchen, das im Flug auf zwei Männchen herabsteigt, und ein zweites Weibchen, das darunter über das Wasser gleitet. Die Vögel sind mit zartem Naturalismus dargestellt; das leuchtende Gefieder der Männchen steht im Kontrast zu den gedämpften Farbtönen der Weibchen, während sanfte Lavuren die ruhige Wasseroberfläche andeuten. Inschriften: Unten rechts die Inschrift 天明甲辰初秋寫 (Tenmei kinoe-tatsu shoshu utsusu) [Gemalt im Frühherbst des Jahres Tenmei 4 (1784)], signiert mit 應舉 Okyo, mit den Siegeln 應舉之印 Okyo no in [Siegel von Okyo] und 仲選 Chusen. Bildgröße 109 x 41,1 cm, Größe inkl. Passepartout 188 x 54,7 cm Provenienz: Ehemalige Sammlung von Dr. Claudio Perino, Turin, Italien, größtenteils in den frühen 2000er Jahren in Japan erworben. Dr. Claudio Perino (geb. 1951) ist ein Sammler mit großem Interesse an der japanischen, chinesischen und fernöstlichen Kultur. Seine Sammlung umfasst über 2000 Kunstwerke, die teilweise als Leihgabe im Museum für Orientalische Kunst (MAO) in Turin, Italien, und im Museo delle Culture (MUSEC) in Lugano, Schweiz, ausgestellt sind. Zustand: Sehr guter Zustand mit geringfügigen Gebrauchsspuren und hervorragend erhaltenen Farben. Wenige Flecken, leichte Verschmutzungen, geringfügige Knicke. Maruyama Okyo (1733–1795) stammte aus dem heutigen Kameoka in Kyoto und war Schüler der Kano-Malschule. Er erlangte große Bekanntheit nach seinem ersten Auftragswerk, den „Sieben Unglücken und sieben Glücksfällen“. Als sein öffentliches Ansehen wuchs, gründete Okyo in Kyoto seine eigene Schule, die Maruyama-Malschule, die sich seinem Stil widmete, westlichen Naturalismus mit östlichen dekorativen Motiven zu verbinden. Er lehrte seine Schüler, sich auf die Natur zu stützen, um Bilder mit realistischen Darstellungen von Licht, Schatten und Formen zu schaffen. Die Schule erfreute sich großer Beliebtheit, und bald entstanden Zweigstellen an anderen Orten, darunter auch in Osaka. Ein Großteil der Werke der Schule ist heute im Daijo-ji, einem Tempel in Kasumi, erhalten. Zu den bemerkenswerten Schülern zählen Okyos Sohn Maruyama Ozui, Nagasawa Rosetsu und Matsumura Goshun. Mandarinenten (Oshidori) gehören zu den beständigsten Symbolen für eheliche Treue in der ostasiatischen Kunst und werden traditionell paarweise dargestellt. Das vorliegende Gemälde bietet eine ungewöhnlich geistreiche Variation dieses vertrauten, glücksverheißenden Themas. Zwei Männchen und ein Weibchen gleiten ruhig über das Wasser, während ein weiteres Weibchen herabgleitet, um sich der Gruppe anzuschließen, was das konventionelle Bild eines untrennbaren Paares auf subtile Weise verkompliziert. Okyo verbindet somit die etablierte Symbolik ehelicher Treue mit einer scharfsinnigen Beobachtung lebender Vögel und einem ausgesprochen verspielten Sinn für Erzählung. Vergleich im Museum: Vergleichen Sie eine eng verwandte Hängerolle desselben Künstlers, „Stockente und Mandarinenten“, ehemals in der Sammlung von Michael Tomkinson, 115,9 x 55,3 cm, im National Museum of Asian Art, Smithsonian Institution, Washington, D.C., Zugangsnummer F1904.128.
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