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EINE GROSSE MUSEN-CLOISONNÉ-EMAILLE-PRÄSENTATIONSVASE „TAISHAKUGAWA-SCHLUCHT“ Im Auftrag der Firma Mitsukoshi angefertigt, mit dem Siegel der Firma Mitsukoshi Japan, um 1924, Taishō-Zeit (1912–1926) Fein gearbeiteter, eleganter Balusterkörper, der auf einem ausgestellten Fuß ruht und sich über hohe, abgerundete Schultern zu einem leicht eingeschnürten Hals mit nach außen gewölbtem Rand und breiter, kreisförmiger Öffnung erhebt; Öffnung und Fuß sind mit Silberbeschlägen versehen. Die Außenseite ist fein mit lebendigen, vielfarbigen Emaille-Malereien verziert, die eine malerische Landschaft der Taishaku-Schlucht darstellen: eine schlanke Holzbrücke überspannt die tiefe Schlucht zwischen steilen, felsigen Klippen, die von üppiger Vegetation bedeckt sind. Die Berge und dicht bewaldeten Hänge sind in zarten Grün-, Grau- und Blautönen unter Verwendung der Musen-Technik (drahtlos) fein dargestellt und erzeugen stimmungsvolle Farbverläufe vor einem leuchtend himmelblauen Hintergrund. Die Komposition wird unten von einer stilisierten Wellenbordüre eingerahmt, die den Fuß umgibt, und oben von einer geometrischen „Kotobuki“-Bordüre (Symbol für Langlebigkeit) um die Öffnung. Inschriften: auf dem Sockel: „Taishaku-gawa Hatsudensho rakusei kinen“, San’yo Chuo Suiden Kabushiki Gaisha [Zum Gedenken an die Fertigstellung des Wasserkraftwerks Taishakugawa, Sanyo Chuo Suiden Co. Ltd.], mit dem Siegel von Mitsukoshi. HÖHE 36,8 cm GEWICHT 2,6 kg Zustand: Hervorragender Zustand ohne sichtbare Beschädigungen oder Anzeichen einer Restaurierung (unter UV-Licht geprüft). Geringfügige Herstellungsunregelmäßigkeiten, darunter eine kleine geplatzte Blase im Emaillebereich nahe der Schulter, sowie leichte Gebrauchsspuren an den Metallbeschlägen. Die Ursprünge von Mitsukoshi gehen auf das 1673 von Mitsui Takatoshi gegründete Textilgeschäft Echigoya zurück, das 1904 zu Japans erstem modernen Kaufhaus wurde. In der späten Meiji- und Taisho-Zeit etablierte sich das Unternehmen als führender Anbieter von Luxusgütern und edler japanischer dekorativer Kunst und gab Werke bei hochqualifizierten unabhängigen Künstlern und spezialisierten Werkstätten in Auftrag. Die vorliegende Vase wurde über Mitsukoshi bei einer nicht identifizierten Cloisonné-Werkstatt in Auftrag gegeben, möglicherweise bei einem der führenden Hersteller jener Zeit, wie beispielsweise der Firma Ando. Mit dem Mitsukoshi-Siegel versehen, steht sie beispielhaft für die Verbindung des Unternehmens mit raffinierter Handwerkskunst und prestigeträchtigen Gedenkstücken. Die Taishaku-Schlucht in der Präfektur Hiroshima ist bekannt für ihre spektakulären Kalksteinfelsen, dicht bewaldeten Berge und ihre dramatische Flusslandschaft. Im Jahr 1924 verwandelte die Fertigstellung des Taishakugawa-Staudamms, der mit 56,4 Metern damals der höchste Japans war, einen Teil der Schlucht in den malerischen Shinryu-See. Die vorliegende Vase wurde als Gedenkstück anlässlich der Fertigstellung des dazugehörigen Wasserkraftwerks durch die Sanyo Chuo Suiden Company geschaffen, wie die Inschrift auf ihrem Sockel belegt. Ihre fein ausgearbeitete Landschaftsdarstellung würdigt somit sowohl die natürliche Schönheit der Region als auch eine bemerkenswerte Leistung der modernen japanischen Ingenieurskunst. „Musen“, wörtlich „drahtlos“, ist eine raffinierte Cloisonné-Technik, bei der die Drähte, die einzelne Emaillebereiche voneinander trennen, vor dem letzten Brand entfernt werden, wodurch die Farben zu sanften, malerischen Farbverläufen verschmelzen. Diese Technik eignet sich besonders gut für Landschaftskompositionen und ermöglicht die subtile Darstellung atmosphärischer Effekte, wie die nebelverhangenen Klippen und bewaldeten Berge auf dieser Vase wunderschön zeigen. Auktionsvergleich: Vergleichen Sie ein eng verwandtes Paar von Cloisonné-Präsentationsvasen aus dem Atelier von Ando Jubei, verziert mit Musen-Emaille und Silberdraht mit Ansichten der Burg Nagoya und der Kaserne der 3. Division in Nagoya, überreicht im Juni 1917, jeweils 37 cm hoch, bei Christie’s, „Die Avo-Krikorian-Sammlung: Innovation und Inspiration des Designs der Meiji-Zeit“, Zürich, 19. Februar 2007, Los 205 (verkauft für 48.000 CHF bzw. ca. 56.000 EUR, umgerechnet und inflationsbereinigt zum Zeitpunkt der Abfassung).
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