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Maske mit phallischer Darstellung Holz, alte braune Patina, innere Gebrauchsspuren. Vermutlich aus dem Westen von Arunachal Pradesh, Indien, oder aus Ostbhutan 26,1 x 16,8 cm Herkunft, laut übermittelten Informationen: ehemalige Sammlung Éric Chazot, Paris. Die Asymmetrie verleiht diesem Gesicht eine starke Ausdruckskraft: Ein Augenlid hängt herab, während sich das andere Auge unter einem hochgezogenen Augenbogen öffnet. Die kantige Nase und der Mund, der ein geschnitztes phallisches Element umschließt, ergeben einen verwirrenden Ausdruck, der zwischen Grimasse und Provokation schwankt. Die Skulptur spielt mit Ungleichgewichten, um der Figur eine einzigartige theatralische Präsenz zu verleihen. Diese Darstellung könnte zum Repertoire der rituellen Clowns des Himalaya gehören, insbesondere zu den Kengpa, die Toni Huber im Westen von Arunachal Pradesh und im östlichen Bhutan dokumentiert hat. Bei traditionellen Dorffesten sind obszöne Gesten und sexuelle Attribute Teil von Schutz- und Erneuerungszeremonien. Lachen und Grenzüberschreitungen finden dort ihren Platz in einer gemeinsamen zeremoniellen Ordnung. Bislang wurde in den konsultierten Quellen keine direkte Parallele gefunden, was diesem Exemplar eine Einzigartigkeit verleiht, die einen Teil seines Geheimnisses bewahrt. Allgemeine Bibliografie Toni Huber, „Naked, Mute and Well Hung: A Brief Ethnographic Comparison of Kengpa and Related Ritual Performers in the Eastern Himalayas and Beyond“, in: Olaf Czaja und Guntram Hazod (Hrsg.), The Illuminating Mirror, Wiesbaden, Reichert, 2015.
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