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live 9. Dezember | 02:00 PM
Gorny & Mosch

403 - Außergewöhnliches goldenes Jugendstil-Collier mit antiken ägyptischen Skarabäen und Karneolamuletten (Koloman Moser). Wien, um 1900/1910. L 28cm. Gold. Aufwendig gearbeitetes, mehrreihiges Feston-Collier in symmetrisch abgestufter Komposition. Elf originale antike ägyptische Skarabäen unterschiedlicher Größe und Farbigkeit aus Steatit und Fayence (Spätzeit) in Goldfassungen, mit plastisch ausgearbeiteten Käferkörpern und vertieft geschnittenen Siegelbildern auf den Unterseiten. Die Skarabäen durch feingliedrige, in Girlanden geführte Goldketten miteinander verbunden. Zahlreiche frei schwingende, ebenfalls antike ägyptische Herz- und Udjataugenamulette aus Karneol, außerdem moderne tropfen- und herzförmige Karneolanhänger. Den unteren Abschluss bildet ein grünliches, antikes Udjat-Auge aus Fayence. Antike Skarabäen und Karneolamulette partiell mit Abrieb und kleineren Bestoßungen. Provenienz: Aus dem Nachlass Anna (Anny) Liebenweins (1876-1915), Ehefrau des österreichischen Malers Maximilian Liebenwein (1869-1926). Seither Familienbesitz. Nach Familienüberlieferung von Koloman Moser für Anna Liebenwein entworfen. Mit begleitender kunsthistorischer Dokumentation zur Provenienz und Entwurfsgeschichte! Koloman Moser (1868 - 1918), Mitbegründer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, zählt zu den bedeutendsten Gestaltern des Wiener Jugendstils. Mit dem Maler Maximilian Liebenwein verband ihn eine enge persönliche und künstlerische Beziehung; auch die Familien standen in freundschaftlichem Kontakt. 1913 porträtierte Ferdinand Matthias Zerlacher (1877 - 1923) Anna Liebenwein mit einem aufwendigen Halsschmuck aus Skarabäen und Halbedelsteinen, der in der kunsthistorischen Literatur ausdrücklich als Entwurf Koloman Mosers bezeichnet wird. Die überlieferte Autorschaft Mosers, die persönlichen Beziehungen der Künstler und der Bildnachweis von 1913 verleihen dem Collier besondere kunsthistorische Bedeutung. Lit.: Lothar Schultes (Hrsg.), Maximilian Liebenwein. Ein Maler zwischen Impressionismus und Jugendstil, Kataloge der Oberösterreichischen Landesmuseen, Neue Folge 48, Weitra 2006, Abb. 15 (Porträt Anna Liebenwein von Ferdinand Zerlacher, 1913). Die bibliografischen Grunddaten sind durch den Verlag bestätigt.

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Außergewöhnliches goldenes Jugendstil-Collier mit antiken ägyptischen Skarabäen und Karneolamuletten (Koloman Moser). Wien, um 1900/1910. L 28cm. Gold. Aufwendig gearbeitetes, mehrreihiges Feston-Collier in symmetrisch abgestufter Komposition. Elf originale antike ägyptische Skarabäen unterschiedlicher Größe und Farbigkeit aus Steatit und Fayence (Spätzeit) in Goldfassungen, mit plastisch ausgearbeiteten Käferkörpern und vertieft geschnittenen Siegelbildern auf den Unterseiten. Die Skarabäen durch feingliedrige, in Girlanden geführte Goldketten miteinander verbunden. Zahlreiche frei schwingende, ebenfalls antike ägyptische Herz- und Udjataugenamulette aus Karneol, außerdem moderne tropfen- und herzförmige Karneolanhänger. Den unteren Abschluss bildet ein grünliches, antikes Udjat-Auge aus Fayence. Antike Skarabäen und Karneolamulette partiell mit Abrieb und kleineren Bestoßungen. Provenienz: Aus dem Nachlass Anna (Anny) Liebenweins (1876-1915), Ehefrau des österreichischen Malers Maximilian Liebenwein (1869-1926). Seither Familienbesitz. Nach Familienüberlieferung von Koloman Moser für Anna Liebenwein entworfen. Mit begleitender kunsthistorischer Dokumentation zur Provenienz und Entwurfsgeschichte! Koloman Moser (1868 - 1918), Mitbegründer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, zählt zu den bedeutendsten Gestaltern des Wiener Jugendstils. Mit dem Maler Maximilian Liebenwein verband ihn eine enge persönliche und künstlerische Beziehung; auch die Familien standen in freundschaftlichem Kontakt. 1913 porträtierte Ferdinand Matthias Zerlacher (1877 - 1923) Anna Liebenwein mit einem aufwendigen Halsschmuck aus Skarabäen und Halbedelsteinen, der in der kunsthistorischen Literatur ausdrücklich als Entwurf Koloman Mosers bezeichnet wird. Die überlieferte Autorschaft Mosers, die persönlichen Beziehungen der Künstler und der Bildnachweis von 1913 verleihen dem Collier besondere kunsthistorische Bedeutung. Lit.: Lothar Schultes (Hrsg.), Maximilian Liebenwein. Ein Maler zwischen Impressionismus und Jugendstil, Kataloge der Oberösterreichischen Landesmuseen, Neue Folge 48, Weitra 2006, Abb. 15 (Porträt Anna Liebenwein von Ferdinand Zerlacher, 1913). Die bibliografischen Grunddaten sind durch den Verlag bestätigt.

Auktion

Auktion 322 Kunst der Antike (Saalauktion, Lose 1-407)
Mittwoch, 9. Dezember
02:00 PM
Maximiliansplatz 20
80333 Munich, Deutschland

Auktionshaus

Gorny & Mosch +(49)8.92.42.26.430 info@gmcoinart.de
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