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Goldanhänger mit Moosachat-Gemme. Römisch, 1. - 2. Jh. n. Chr. 12,57g, L 3,2cm. In einem Goldanhänger gefasste hochovale Gemme aus rotgrünem Moosachat, auf dem Intaglio ein bärtiger, nackter Mann mit Zweigen, der auf dem Rücken einer Schildkröte kniet. Oben am Anhänger eine breite Aufhängeöse. Der Rand des Anhängers mit pseudo-tordiertem Draht und Granulatkügelchen dekoriert. Gold!. Intakt, ein Granulatkügelchen fehlt. Provenienz: Aus Österreichischer Privatsammlung V.V., in den 1990er Jahre gekauft auf dem Wiener Antikmarkt (Naschmarkt). Die Darstellung auf der Gemme bezieht sich auf das Paradoxon von Achill und der Schildkröte. Dieses Paradoxon ist eines von mehreren, bekannten Trugschlüssen, die dem griechischen Philosophen Zenon von Elea (5. Jh. v. Chr.) zugeschrieben werden, und eines von vier Paradoxa, die Aristoteles in seiner Abhandlung 'Physik' beschreibt. Das Paradoxon handelt von einem Wettlauf zwischen Achill, der für seine Schnelligkeit bekannt war, und einer sich langsam bewegenden Schildkröte. Beide starten zum selben Zeitpunkt, aber die Schildkröte erhält am Anfang einen Vorsprung. Obwohl Achill schneller ist als die Schildkröte, kann er sie niemals einholen, weil er immer erst den Punkt erreichen muss, an dem die Schildkröte gestartet ist. Zenon's Trugschluss beruht auf zwei Fehlern: 1. Er berücksichtigt nicht, dass eine unendliche Reihe eine endliche Summe haben kann. 2. Der Weg, den Achill von seinem Ausgangspunkt bis zum Zusammentreffen mit der Schildkröte zurücklegt, kann beliebig oft � formal unendlich oft � in Vorsprünge der Schildkröte unterteilt werden. Aus der Tatsache, dass diese Teilungshandlung beliebig oft vorgenommen werden kann, folgt aber nicht, dass die zu durchlaufende Strecke unendlich wäre.
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