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Hermes Propylaios. Hellenistisch, 2. - 1. Jh. v. Chr. Weißer, feinkristalliner Marmor, H 20cm. Fast vollplastischer Einsatzkopf mit abgeflachter Rückseite. Kopf des Hermes mit einem mächtigen Vollbart, der in langen Wellen auf die Brust fällt. Das Kopfhaar ist zu gleichmäßig nach vorne ausgerichteten Korkenzieherlocken gekämmt. Weitere Locken fallen senkrecht über den Ohren hinab. Im Haar liegt eine dicke Binde. Im Hals gebrochen, Nase, Bart, Kopfhaar und Stirn bestoßen. Provenienz: Aus Berliner Privatsammlung. Ex Gorny & Mosch 239, 2016, 131; bei Gorny & Mosch 231, 2015, 17; aus deutschem Familiennachlass, seit ca. 1980 im Besitz der Familie. Ex Sammlung F.W. Das Stück stellt eine verkleinerte Kopie der Hermenfigur dar, die an den Propyläen der Athener Akropolis aufgestellt war. Der Kopist hat die höchst artifizielle Frisur des Vorbilds leicht vereinfacht wiedergegeben und - wohl aus Platzgründen - die Ohren weitgehend vom Haar verdeckt. Das Vorbild, das von Alkamenes um 430 v. Chr. geschaffen wurde, stellt eines der ersten Kunstwerke dar, die bewusst stilistische Rückgriffe verwenden. In der fortgeschrittenen Hochklassik geschaffen, bedient sich Alkamenes stilistischer und ikonographischer Merkmale der Archaik, um dem Betrachter den Eindruck eines altehrwürdigen Kultobjektes zu vermitteln. Vgl. M. Giercke, in: K. Stemmer (Hrsg.), Standorte. Kontext und Funktion antiker Skulptur. Ausstellung Berlin (1995) S. 187-189 Nr. B48.
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