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CECILIA EDEFALK. Ohne Titel. Diptychon, Öl auf Leinwand, jeweils 45 x 35 cm einschließlich Rahmen. Auf der Rückseite signiert und datiert: Cecilia Edefalk 2002. Werke aus dieser Serie wurden auf der Documenta 11 in Kassel (2002) gezeigt. PROVENIENZ Stene Projects, Stockholm. Cecilia Edefalks Diptychon ist Teil der Serie „To View the Painting from Within“, einer Gruppe von Gemälden, an denen sie 2002 arbeitete und deren erste Versionen im selben Jahr auf der Documenta 11 in Kassel gezeigt wurden. Die Serie geht von einer antiken römischen Porträtskulptur aus, die als Fragment eines Porträts des jungen Marcus Aurelius identifiziert wurde. Edefalk stellt die Skulptur aus verschiedenen Blickwinkeln dar und unterzieht das bekannte historische Motiv einer Reihe subtiler Veränderungen. In dem vorliegenden Diptychon treten zwei Profile vor einem fast monochromen hellblauen Hintergrund hervor. Die Gesichter sind mit sehr dünnen, hellen Farbschichten gemalt und bewegen sich nahe an der Grenze zwischen Sichtbarkeit und Auflösung. Die Details der Marmorskulptur werden nur angedeutet, wodurch der Betrachter eher Volumen, Licht und Konturen wahrnimmt als ein vollständig definiertes Bild eines Gesichts. Die antike Skulptur dient bei Edefalk nicht nur als historisches Motiv, sondern als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der Malerei und dem Sehen an sich. Durch die Darstellung desselben Objekts aus verschiedenen Perspektiven werden die Unterschiede zwischen den Bildern ebenso bedeutsam wie ihre Gemeinsamkeiten. Der Betrachter wird dazu angeregt, das Gemälde nicht mehr als Abbild einer Skulptur zu sehen, sondern darauf zu achten, wie sich das Bild je nach Blickwinkel, Perspektive und Zeit verändert. Als Teil von „To View the Painting from Within“ stellt dieses Diptychon ein zentrales Beispiel für Edefalks Malerei aus den frühen 2000er Jahren dar, in der antike Skulptur, Wiederholung und Wahrnehmung in einer stark reduzierten Bildsprache aufeinandertreffen.
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