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NIKLAS ASKER. „Silentium“. Öl auf Holztafel, dreiteilig, insgesamt 54 x 49 cm. Je 24,5 cm große, aufklappbare Teile. Auf der Rückseite signiert und datiert: ASKER 2018. AUSSTELLUNG Galerie Svalan, Kalmar, „Silentium“, 2018 LITERATUR Niklas Asker, „Filling The Broken Mold“, 2023, abgebildet auf Seite 66. Niklas Asker, 1979 in Nordingrå geboren, arbeitet in einem langsamen und methodischen Prozess, in dem traditionelle handwerkliche Fertigkeiten mit reduzierten und fragmentarischen Motiven verschmelzen – Körper, Kleidungsstücke und Details, die Spuren von Geschichte und Identität tragen. Die Kompositionen sind zurückhaltend, wodurch die subtilen Elemente der Werke zum Vorschein treten und existenzielle Tiefe erhalten. Im Werk „Piercer“ aus dem Auktionskatalog wird dies besonders deutlich. Das Gemälde zeigt eine junge Frau, die sich mit einer traditionellen Nähnadel das Ohr pierct. Hier verbindet sich das Private und Körperliche mit Geschichte und Tradition: Die Handlung wird sowohl intim als auch symbolisch, wobei weibliche Erfahrung und Erbe über Generationen hinweg miteinander verwoben werden. Auch im Gemälde „The Dress“ zeigt sich Askers Interesse am Fragmentierten und Identitätsstiftenden. Das leere Kleid – ohne Körper – fungiert als eine Art Hülle oder Erinnerung, in der die Abwesenheit ebenso bedeutungsvoll wird wie die Anwesenheit. Genau wie in „Piercer“ erzeugt er eine Spannung zwischen dem Konkreten und dem Rätselhaften, wobei das Objekt eher zum Träger menschlicher Erfahrung wird als nur ein Motiv zu sein. Das kleine Format beider Gemälde unterstreicht die Intimität und bringt den Betrachter den Werken nahe. Askers Kunst erscheint als poetische und zurückhaltende Auseinandersetzung mit Zeit, Körper und Identität, wobei seine reduzierte Malerei versucht, etwas unter der Oberfläche Verborgenes freizulegen – einen intimen Raum der Besinnung im Kontrast zu einer lauten und chaotischen Außenwelt.
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