Pour modifier votre ordre d’achat,
contactez la maison de ventes.
Le prix de réserve est le prix minimum accepté par le vendeur. Les enchérisseurs ne peuvent pas voir ce prix. Pour pouvoir remporter un objet, vous devez soumettre la meilleure enchère, et atteindre ou dépasser le prix de réserve.
Les inscriptions sont closes pour cette vente. Vous ne pouvez pas enchérir
Les montants convertis sont fournis à titre indicatif uniquement. Seule la devise déterminée par la maison de ventes fait foi. Vous pouvez sélectionner une autre devise en allant dans la section "Préférences" de votre profil.
Frais incluant les frais de l'étude et de la plateforme. Pour plus de précisions, veuillez vous référer aux conditions générales de vente de la maison de ventes.
Höch, Hannah Berglandschaft Öl auf Leinwand. 1934/35. 65,8 x 81,5 cm. Unten rechts monogrammiert "H.H." (in die Farbe geritzt), verso auf dem Rahmen mit Filzstift in Schwarz von Höch nachträglich datiert "1934-35". Hannah Höch gilt heute als eine der vielseitigsten und prägendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Von ihren zahlreichen Reisen brachte sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Anregungen, aber auch malerische Erinnerungen mit. Auch deshalb entzieht sich ihr umfassendes Gesamtwerk jeder starren Stilzuordnung. Höch bewegte sich kontinuierlich zwischen Figürlichkeit und Abstraktion, ließ beides miteinander verschmelzen oder bezog auch stoffliche Elemente mit ein und schuf Gemälde, Zeichnungen und Collagen. Bei der vorliegenden Landschaftsdarstellung könnte es sich um eine Ansicht des Schluchsees im Schwarzwald handeln. 1973 erwähnt Höch in ihrem Terminkalender, dass sie ihrer Ärztin Frau Dr. Klesse, die im Schwarzwald ein Feriendomizil besaß, ein Bild mit dem Titel des Sees zur Ansicht präsentiert habe. Einen eindeutigen Beleg dafür, dass damit dieses Gemälde gemeint ist, liefern Höchs Aufzeichnungen jedoch nicht. Sollte sich Höch bei der nachträglichen Datierung des Werkes von 1934/35 nicht getäuscht haben, fällt die Entstehung der Arbeit in eine für sie politisch wie gesundheitlich äußerst schwierige Zeit. Eine Schilddrüsenerkrankung zwang sie zu einer großen Operation und einer langen Erholungsphase zwischen Hörselgebirge in Thüringen und anschließender Rekonvaleszenz in den Dolomiten, wo sie ihren späteren Ehemann Kurt Heinz Matthies kennenlernte. Möglicherweise entstand das Gemälde unterwegs, während eines dieser Aufenthalte, oder doch erst 1939 auf einer gemeinsamen Reise mit Matthies. Es zeigt eine hügelige Berglandschaft mit einem breiten Fluss bzw. dem Ausläufer eines Seeufers im Vordergrund und den dahinter streng aufgereihten Bäumen im Mittelgrund. Wie viele Werke aus den Jahren nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ist auch Höchs Landschaftsdarstellung vergleichsweise klassisch und vor allem unpolitisch. Doch die Bedeutung des Bildes steckt in der mächtigen, symbolisch aufgeladenen Sonne, die alles in ein hoffnungsvolles, rosafarbenes Licht mit all seinen farblichen Brechungen und Nuancen taucht, das sich aus keilförmigen Strahlen in der Anordnung eines Fächers über den Himmel ergießt und dem Bild einen melancholischen Zauber verleiht. Wir danken Dr. Ralf Burmeister, Berlinische Galerie, für freundliche Hinweise vom 06.10.2026. Provenienz: Ehemals Sammlung Dr. Maria Magdalena Klesse, Heiligensee (Ärztin und Nachbarin von Hannah Höch) Seitdem in Familienbesitz - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
La livraison est optionnelle. Vous pouvez recourir au transporteur de votre choix. Le prix indiqué n’inclut ni le prix du lot, ni les frais de la maison de vente.