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Kokoschka, Oskar Weibliches Bildnis Kreide in Schwarz auf Velin. Um 1922. 60 x 49 cm. Am unteren Bildrand mit Bleistift vom fremder Hand bezeichnet "Weibl. Bildnis, zur Folge Töchter des Bundes, um 1922" sowie nochmals datiert "1921" und bezeichnet "686/-1", verso mit Fragment eines runden Zollstempels. Während eines Klavierkonzerts von Karl Maria Swoboda, dem damaligen Assistenten vom Max Dvořak am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien, hielt Kokoschka im Sommer 1920 in einer Reihe von etwa 20 Zeichnungen "den Reflex des musikalisch-seelischen Erlebnisses in Physiognomie und Gebärde von Camilla Swoboda, der Ehefrau des Musizierenden, fest" (Hans M. Wingler/ Friedrich Welz, Oskar Kokoschka. Das druckgraphische Werk, Salzburg 1975, S. 129). Unser weibliches Bildnis entstand laut handschriftlichem Vermerk auf dem Blatt vermutlich in diesem Kontext. Kokoschka hatte im Jahre 1921 einen Lithographie-Zyklus unter dem Titel „Die Töchter des Bundes“ geplant, vom Verlag Paul Cassirer herauszugeben, dieser wurde jedoch nie als kompletter Zyklus ediert, sondern nur in Einzelblättern unter alttestamentarischen Mädchennamen. Die in unserem weiblichen Bildnis Dargestellte ähnelt der Russin Anna Kallin (vgl. das Blatt "Recha", Wingler/Welz 145), mit der Kokoschka sich in Dresden angefreundet hatte. Provenienz: Privatbesitz Wien Lit.: Ernst Rathenau, Der Zeichner. Kokoschka, Hamburg 1961, Nr. 331, S. 106 - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
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