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Zwei große Atlantenfiguren aus gebeiztem Nussbaumholz, die angekettete Sklaven darstellen, auf Sockeln, die im Stil des Marmorimitats aus einer späteren Epoche bemalt sind (H: 66 cm); (Beschädigungen und Restaurierungen). Pierre Vaneau (1653–1694) zugeschrieben. Epoche Ludwigs XIV., um 1680–1690. H: 142 cm Provenienz: Wahrscheinlich Armand de Béthune (1635–1703) im Schloss Monistrol-sur-Loire (Haute-Loire), wahrscheinlich André Nolhac, Kaufmann in Le Puy-en-Velay (Haute-Loire) im Jahr 1712, Schloss Allex (Drôme), diente als Seitenteile eines Kamins; die Herkunft wurde von F. Vialet in den 1970er Jahren und durch eine Fotografie aus dem Jahr 1986 belegt (Abb. 1) Emile Apostoly (1924–2013) in Aubres (Drôme), Privatsammlung, Auktion in Paris, Ader Picard Tajan, 5. Dezember 1989, Los 105, Privatsammlung. Literaturverzeichnis: – F. Vialet und Y. Soulingeas, La sculpture française au XVIIᵉ siècle, Pierre Vaneau, 1980. – Bresc-Bautier, Geneviève, „Le musée imaginaire de Pierre Vaneau, sculpteur du Puy (1653–1694)“, Revue de l’Art, Nr. 87, 1990, 59–83. Die Verbindung dieser beiden Atlanten mit dem Werk von Pierre Vaneau (1653–1694), die bereits bei ihrer Versteigerung in Paris im Jahr 1989 hergestellt wurde, beruht zum einen auf der Provenienz dieser beiden Skulpturen und zum anderen auf ihrem Stil. Die Laufbahn von Pierre Vaneau ist eng mit seinem wichtigsten Auftraggeber verbunden, dem Bischof von Le Puy (heute Le Puy-en-Velay) Armand de Béthune (1635–1703), der in seinem Schloss in Monistrol-sur-Loire (Haute-Loire) verstarb. Die beim Verkauf im Jahr 1989 (op. cit.) vom Eigentümer eingeholten Informationen erwähnen ihre Erwähnung in einem zu diesem Anlass erstellten Inventar, das sich in Privatbesitz befand. Einige Jahre später, im Jahr 1712, fand eine Auktion statt, bei der die beiden Atlanten angeblich von einem Händler aus Le Puy-en-Velay namens André Nolhac erworben wurden, der sie an die Besitzer des Schlosses von Allex (Drôme) weiterverkaufte, die Familie de La Tour du Pin, verkauft haben sollen. Diese Hypothese zur Provenienz wird eindeutig durch die Erwähnung einer Fotografie gestützt, die die beiden Atlanten als Kaminpfosten im Schloss von Allex zeigt (Revue de Saint Joseph d’Allex, Nr. 868, Mai–Juni 1986, S. 28). Diese Information wurde damals durch die Aussage von Frédérique Vialet, der Autorin des Buches über Pierre Vaneau (op. cit.), bestätigt. Es ist zudem sehr interessant zu erwähnen, dass der Verkäufer beim Verkauf im Jahr 1989 angab, gleichzeitig mit den Atlanten zwei weitere Werke von Vaneau erworben zu haben; dabei handelt es sich um eine Gruppe, die den Kampf des Löwen mit der Hydra (sic) darstellt, Nr. 136 im Katalog der Auktion von 1989, in dem auch die Atlanten aufgeführt sind, sowie das Relief aus dem Mausoleum von Saint-Maurice, das 1986 vom Louvre erworben wurde (RF 3765). Die drei Werke von Pierre Vaneau befanden sich also vor 1986 in derselben Sammlung und wurden gemeinsam vom Maler Émile Apostoly erworben. Der Stil von Pierre Vaneau ist stark von den Vorbildern der Antike geprägt, die von den großen manieristischen Künstlern der italienischen Renaissance aufgegriffen wurden. Geneviève Bresc-Bautier hat in einem bedeutenden Artikel über das Werk von Pierre Vaneau (op. cit.) aufgezeigt, inwieweit die Einflüsse von Stichen nach Raffael, Michelangelo, Pierre da Cortona und Annibale Carracci das Werk von Pierre Vaneau geprägt haben. Der Artikel untersucht ausführlich das Denkmal für Johann III. Sobieski, König von Polen, und veröffentlicht (nach F. Vialet im Jahr 1980) die vier Sklaven, die ihm einst als Sockel dienten (Musée du Puy-en-Velay und Privatsammlung), was die im Auktionskatalog von 1989 vorgebrachte Hypothese ausschließt, wonach unsere beiden Atlanten diesem Denkmal zuzuordnen seien. Es sei daran erinnert, dass es ebenfalls von Armand de Béthune in Auftrag gegeben worden war, bei dem zum Zeitpunkt seines Todes in Monistrol eine beträchtliche Anzahl von Fragmenten aus Vaneaus Werk gefunden wurde. Sowohl die Körperhaltungen als auch die Typologie der Gesichter unserer Atlanten weisen große Ähnlichkeiten auf, insbesondere mit den besonders ausdrucksstarken Gesichtern der Sklaven (die ebenfalls in Ketten liegen) des Mausoleums, aber auch mit der Figur von Jan Sobieski selbst (Königspalast in Warschau).
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