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Lafreri, Antonio Die Bogenschützen. Kupferstich nach Michelangelo. 24 x 35,3 cm. Nagler, Die Monogrammisten IV, 2322, 17 I (von II), Alberti (La fortuna di Michelangelo nelle stampe del cinquecento, Mailand 2015) 245 II (von V), Rubach 196 II (von VI). Wz. Kreis (undeutlich). Der bei Lafreri erschienene Kupferstich gibt eine Rötelzeichnung Michelangelos wieder, die sich heute in der Royal Collection London befindet (Inv. RCIN 912778). Es handelt sich um den einzigen Stich, der im 16. Jahrhundert nach der Zeichnung entstanden ist und diente vermutlich als Vorlage für das 1544-45 entstandene Fresko aus dem Casino Olgiati. Alessia Alberti verwarf die Zuschreibung früherer Autoren an Nicolas Beatrizet und ordnet das Blatt als Werk eines anonymen römischen, in den 1540er Jahren tätigen Künstlers ein, dessen Stilsprache Ähnlichkeiten mit der Hand Enea Vicos aufweist. Vor den Adressen von Paulo Gratiano und Petri de Nobilibus. Ausgezeichneter, präziser Frühdruck mit feinem Rändchen um die Darstellung. Etwas vergilbt und leicht fleckig, ein vertikaler Riss in der rechten Blatthälfte durch die vorderste und den dahinterliegenden Figuren, ein Randeinriss unterhalb derselben sowie oben bis zum Unterarm des bogenspannenden Schützen, ein Wurmloch neben dem Gesicht der Herme mit einem Kupferstichfragment hinterlegt, kleinere Fehlstellen etwa im Oberschenkel der rechts schwebenden Figur und neben dem Gesäß des schlafenden Amor, alt aufgezogen, weitere kleinere Defekte und Altersspuren, sonst in guter Erhaltung. Selten. Beigegeben vom Meister B mit dem Würfel die Kupferstiche "Das Opfer des Priapos" (B. 27), "Triumph des Scipio" (B. 74) und "Zwei Gladiatoren" (B. 77) sowie ein anonymer Kupferstich nach Raffael "Die Sintflut". - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
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