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HANDSchrift. — Stundenbuch nach Pariser Brauch, mit einem Kalender nach westlichem Brauch (Touraine; Poitou). In Französisch und Latein, illuminierte Handschrift auf Pergament. Frankreich, Westfrankreich?, um 1470–1480. 149 ff., denen 3 Pergamentvorsatzblätter vorangestellt sind, Handschrift auf Pergament, lückenhaft (es fehlen zumindest der Anfang jedes größeren Textabschnitts; Lücken auch im Textkörper), gotische Schrift in dunkelbrauner Tinte, 15 Zeilen pro Seite, Linienführung in blassroter Tinte (Zeilenabstand: 105 x 65 mm), Rubriken in Rot, Zeilenenden in Blau oder Dunkelrosa mit ornamentalen Verzierungen aus Flüssiggold, kleine Initialen aus Flüssiggold auf rosa oder blauem Hintergrund (1 bis 2 Zeilen hoch), größere Initialen zur Kennzeichnung der großen liturgischen Abschnitte in Blau auf dunkelrotem Hintergrund mit Verzierungen aus Flüssiggold (4 Zeilen hoch), sieben illuminierte Randbänder am Seitenrand auf reservierten Flächen mit einem Dekor aus blauen und goldenen Akanthusblättern, Blattwerk und Blumen (die die verschiedenen kanonischen Stunden des Stundenbuchs der Jungfrau Maria markieren). Einband aus genarbter Schafsfellleder, Rücken mit 5 Rippen, unterteilt und mit Blumenornamenten verziert, Schnittkanten vergoldet. Einige Flecken auf dem Pergament, Einbände abgewetzt und mit einigen Abplatzungen, Vergoldung am Rücken abgewetzt, Ecken abgestumpft. Maße der Blätter: 157 x 123 mm; Maße des Einbands: 165 x 128 mm. Herkunft: 1. In der Touraine oder im Poitou kopierte Handschrift mit einem Kalender, in dem der heilige Gatien (erster Bischof von Tours) und der heilige Lidoire (zweiter Bischof von Tours) zweimal rot markiert sind. Hervorzuheben ist das Vorkommen der Heiligen Néomadie (Néomaye) in den Litaneien, die im Poitou und im Westen Frankreichs verehrt wird. Der liturgische Brauch der Stundengebete der Jungfrau Maria entspricht dem „universellen“ – oder zumindest in Frankreich, insbesondere in Paris, verbreiteten – Brauch. - 2. Mehrere Einträge aus dem 16. Jahrhundert sind unleserlich gemacht. Es ist jedoch ein in Compiègne unterzeichneter Eintrag zu lesen: „De Billy“. Teilweise ausgelöschte Einträge auf Fol. 149v. - 3. Inschrift (Handschrift aus dem 16. Jahrhundert) an zwei Stellen (ff. 46v; 132): „Jehan le Clercq, wohnhaft in Prinon“ [die zweite Inschrift lautet „Pinon“]. Es gibt eine Gemeinde namens Pinon im Departement Aisne. – 4. Gestochene Exlibris-Vignette: „Ex libris F.N.J. Edouard Ferry Schutzenberger, ehemaliger Vorsitzender der Anwaltskammer von Saint-Dié. 1887“. Édouard Ferry-Schutzenberger (1820–1887) war in seiner Freizeit als Archäologe tätig. Er war Vorsitzender der Anwaltskammer von Saint-Dié, seiner Geburtsstadt. Nach seinem Tod im Jahr 1887 vermachte seine Witwe über die Société Philomatique Vosgienne Bücher und Dokumente an die Bibliothek von Saint-Dié-des-Vosges. Text: ff. 1–12v, Kalender, auf Französisch, braune und rote Tinte; zu erwähnen sind folgende Heilige: Genoveva (2. Januar); Gatien (in Rot, 2. Mai); Eloi (in Rot, 26. Juni); Lidoire (in Rot, 13. September); Gatien (in Rot, 17. Dezember). ff. 13–18, Auszüge aus den Evangelien. ff. 18v–20v, leere Blätter. ff. 21–79v, Stundengebet der Jungfrau Maria nach dem Pariser Ritus, sehr lückenhaft, mit Matutin (ff. 21–32); Laudes (ff. 32v–46), Antiphon „Benedicta tu“; Kapitel „Te laudent“; Prim (ff. 48–54v); Terz (ff. 54v–59), Antiphon „Dignare me“; Kapitell „Paradisi porta“; Sext (ff. 59–63), Antiphon „Post partum“; Kapitel, „Gaude Maria“; Non (ff. 63v–67v), Antiphon, „Sicut lilium“; Kapitel, „Per te dei“; Vesper (ff. 67v–74v); Komplet (ff. 74v–79v), Antiphon: „Sancta dei genitrix“; Kapitel: „Sicut cynamomum“. Zu beachten sind die Gebete in französischer Sprache, die von einer Hand aus dem 16. Jahrhundert auf fol. 45v hinzugefügt wurden. ff. 80–100v, Bußpsalmen, gefolgt von Litaneien; unter den Litaneien sind besonders zu erwähnen: Gatian, Martin, Nikolaus, Julian, Hilarius, Aubin, Loup, Fiacre, Radegunde, Neomadie (Neomaye, Heilige aus Poitiers), Petronilla. ff. 101–102v, linierte leere Blätter. ff. 103–134v, Totenoffizium, wobei nur die folgenden drei Lesungen vorhanden sind: (1) „Qui Lazarum“; (2) „Credo quod“; (3) „Libera me“. ff. 135–135v, leere Blätter mit Ausnahme der folgenden Inschrift: „Mein Herr und mein Gott, nehmt dieses Gebet bitte an und helft uns. Amen.“ ff. 136–147v, Gebete, darunter „O intemerata“. ff. 148–149v, leere Blätter. Los präsentiert von Ariane ADELINE +33 (0)6 42 10 90 17 – livresanciensadeline@yahoo.fr HANDSchrift aus dem späten 16. Jahrhundert, siehe Nr. 163
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