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Dürer Albrecht Der heilige Hubertus - Der heilige Eustachius Kupferstich auf Bütten mit Wasserzeichen «Einköpfiger Adler» (Meder 224) Verso unten links nummeriert 216 Gerahmt 35.5 × 25.8 cm Privatsammlung, Schweiz Bartsch 57; Schoch/Mende/Scherbaum 32; Meder 60 k (von K) Blatt datiert nach 1600. Partiell gebräunt und fleckig. Einige winzige Löchlein. Ein paar hinterlegte Dünnstellen. Auf dem Kupferstich von Albrecht Dürer wird der heilige Eustachius dargestellt, der in der christlichen Überlieferung als Schutzpatron der Jäger gilt. In der Ikonographie weist er deutliche Parallelen zum heiligen Hubertus auf, da beide Heilige mit der Vision eines Hirsches mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih verbunden sind. Diese inhaltliche Nähe führte dazu, dass sich ihre Darstellungen teilweise überschnitten oder miteinander in Beziehung gesetzt wurden. Die Verehrung beider Heiligen war seit dem späten Mittelalter weit verbreitet; beide werden bis heute als Schutzpatrone der Jagd verehrt. Nach der "Legenda aurea" findet die Bekehrung des römischen Feldherrn Placidus zum heiligen Eustachius auf der Jagd statt: Im Geweih des Hirsches erscheint ihm ein Kreuz – genau jener Moment, den Dürer auf dem Blatt festhält. Doch was dieses Blatt wirklich auszeichnet, ist nicht nur die religiöse Erzählung, sondern auch das, was rundherum passiert. Die vier Jagdhunde im Vordergrund sind so detailreich und individuell gezeichnet, dass sie beinahe lebensecht wirken. Schon Vasari, der grosse Kunstschreiber der Renaissance, lobte die Schönheit von Dürers Hunden. Das Fell des Pferdes, das Gras, die Bäume im Hintergrund: Dürer benutzte einen einfachen Grabstichel und schuf damit eine Welt von atemberaubender Detaildichte. Die Darstellung des heiligen Eustachius wurde früh zu einer kanonischen Vorlage der Druckgrafik und in der Nachfolge über Generationen hinweg weiterverbreitet, kopiert und nachgedruckt. Ausrufdatum 27.11.2026 Ungefähre Ausrufzeit 18:28 Uhr MEZ
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