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André Lanskoy (1902–1976) „Tu pars bientôt?“ 1965 Öl auf Leinwand, unten links signiert, auf der Rückseite betitelt und datiert 80 x 100 cm Zustandsbericht: Gerahmt Dieses Ölgemälde ist ein herausragendes Beispiel für die künstlerische Reife des Malers, einer zentralen Figur der École de Paris und der lyrischen Abstraktion. Das Mitte der 1960er Jahre entstandene Werk entfaltet sich in einem dynamischen Raster aus ineinander verschachtelten Farbflächen und dunklen, strukturgebenden Linien, wodurch jeglicher Bezug zur figurativen Welt aufgehoben wird. Das Werk zeugt von Lanskoys grundlegender Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Farben und Licht, in der sanfte, frühlingshafte Rosatöne, Gelb- und Mauve-Nuancen auf intensive Blautöne und schwarze Akzente treffen. Durch seine lebendige Malweise und sein angeborenes Gespür für räumlichen Rhythmus vermittelt dieses Gemälde den Ausdruck einer poetischen Innerlichkeit und einer großen Freiheit des malerischen Gestus – Eigenschaften, die den Künstler in eine Reihe mit den großen Meistern der europäischen abstrakten Avantgarde der Nachkriegszeit wie Nicolas de Staël oder Serge Poliakoff stellen.
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