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Ein formschönes Tageskästchen aus Palisander- und Veilchenholzfurnier mit einem Dekor aus Schmetterlingsflügeln und gegenläufigen Rillen, umrahmt von einer Buchsbaumleiste. Die Ablage lässt sich über einen Schiebevorhang und zwei seitliche Schubladen öffnen. Die klappbare Oberseite ist auf der Rückseite mit grünem Leder bezogen. Darunter befinden sich eine mittige Schiebeablage und zwei seitliche Klappen, hinter denen Staufächer verborgen sind. Der Korpus lässt sich über zwei Schubladen öffnen und ruht auf vier geschwungenen Füßen mit Rollen. Beschläge aus ziselierter und vergoldeter Bronze: Schlüssellochumrandungen, Zugknopf und eingelassene Fußkappen. Gestempelt „G. CORDIE“ und mit dem Zunftstempel JME (unter dem linken Querstreben). Guillaume CORDIE (1725–1785). 1766 zum Meister ernannt. Paris. Louis-XV-Epoche Maße: H_103 cm B_ 64 cm T_44 cm Kleine Beschädigungen und Fehlstellen Vergleichbare Werke Auktion bei Christie’s Paris. 16. Oktober 2012. Los 48. Auktion bei Million Paris. 18. Juni 2010. Los 168. Vergleichende Bibliografie Guillaume Cordié, der Meister der „Bonheurs-du-jour“. L'Estampille/L'Objet d'Art Nr. 470. Guillaume Cordié arbeitete zunächst als freier Handwerker, bevor er 1766 seinen Meisterbrief erhielt. Er ließ sich in der Rue de Charonne nieder und blieb dort bis zu seinem Tod. Seine Werke von hoher Qualität und harmonischen Proportionen sind größtenteils im Stil Ludwigs XV. und der Übergangszeit gehalten. Er fertigte vorwiegend Kleinmöbel an: Frisiertische, herzförmige Möbelstücke, Schreibtische, doch Guillaume Cordié war unbestritten der Meister der „Bonheurs-du-jour“. Diese sind aus Palisanderfurnier gefertigt und weisen einen oberen Korpus auf, der durch zwei Schiebetüren verschlossen ist, sowie zwei kleine Schubladen, die in einen Kassettenrahmen eingelassen sind. Eine Platte lässt sich ausklappen und bildet so die Schreibfläche. Die geschwungenen Füße seiner Möbel verleihen ihnen Eleganz und Anmut. Erwähnenswert sind auch einige Kommoden im Übergangsstil aus Rosenholz, das in Form von Schmetterlingsflügeln angeordnet und mit Würfeln und vierblättrigen Motiven intarsiert ist. Vergleichbar mit unserem „Bonheur-du-jour“: Christie’s Paris, 16. Oktober 2012, Los 48, und Millon, 18. Juni 2010, Los 168. Literaturhinweis: „Guillaume Cordié, der Meister der ‚Bonheurs-du-jour‘“, L’Estampille/L’Objet d’Art Nr. 470, S. Experte: Stéphane PEPE Experte: Stephane PEPE
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