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Kirman-Teppich (Kette und Schuss aus Baumwolle, Flor aus Wolle), Südosten Persiens. Um 1900–1940 (Leichte Gebrauchsspuren und Ausfransungen.) Länge: 418 cm; Breite: 276 cm Der Teppich besticht durch ein elegantes, stilisiertes, mehrfarbiges Blumenmuster und blumige Ranken auf havannafarbenem Hintergrund. Eine breite, marineblaue Bordüre mit Blumenmotiven und elfenbeinfarbenen Kartuschen mit bunten Blumen wird von zahlreichen Gegenbordüren eingerahmt. Die Stadt Kirman liegt abgeschieden, was sie daran hinderte, in der Zeit der Sassaniden eine wichtige Rolle zu spielen, sie jedoch vor der Plünderung durch die Mongolen bewahrte. Ihr Name, der ihr im Jahr 928 gegeben wurde, bedeutet „Ort des Krieges“. Die Teppichweberei wurde in der Zeit der Safawiden gefördert, kam jedoch mit dem Untergang der Dynastie zum Erliegen. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie wieder aufgenommen, und nach und nach eröffneten europäische Teppichhändler dort ihre Büros. Um 1920 öffnete sich die Stadt dem amerikanischen Markt. Die Wolle dieser Teppiche, die aus benachbarten Städten und manchmal aus Khorasan stammt, ist weich und weiß und wurde bis 1950 von Hand geschoren. Kirman ist zudem für seine große Farbvielfalt bekannt, die zwischen fünfzehn und dreißig verschiedenen Farbtönen reicht. Kirman-Teppiche weisen oft ein Dekor aus sehr komplizierten Blumenmotiven auf. Literaturhinweis: - SABAHI, T. – Splendeurs des tapis d’Orient – Verlag Atlas, Paris – 1987 – S. 165 bis 169. Experte: Alexandre CHEVALIER
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