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Arenberg Auctions

742 - [DUMAS, Alexandre] „Jonquille“ [Der Roman von Violette]. Ohne Ortsangabe [ca. 1870?] In-4°: 111 Blätter, schwarze Tinte auf gefärbtem Büttenpapier, auf der Vorderseite geschrieben, abgesehen von einigen Zeilen auf bestimmten Rückseiten, einige Streichungen und Korrekturen aus derselben Hand, Einband in gutem Zustand. (Kanten ± ausgefranst, die letzten drei mit einigen Textverlusten, seltene kleine Stockflecken, leichte Falt Spuren). In Blättern, in einem modernen Umschlag. Bedeutendes Manuskript, unter diesem Titel unveröffentlicht, das eine erste Fassung des „Roman de Violette“ darstellt, einer berühmten Kuriosität, deren Urheberschaft Alexandre Dumas lange Zeit umstritten war. Das Manuskript wurde gefaltet in einem Umschlag aufbewahrt, auf dem mit Feder „Jonquille von Alex. Dumas Père“ und mit Bleistift „Signatur / Rückseite Folio 34“ vermerkt war. Auf der Rückseite von Blatt 34 findet sich tatsächlich der Vermerk „höchstwahrscheinlich Fortune/ Alex. Dumas“, in derselben Handschrift wie das Manuskript. Diese unterscheidet sich deutlich von der eigenhändigen Handschrift Dumas’; das vorliegende Manuskript scheint daher nicht von seiner Hand zu stammen. Die Zuschreibung des „Roman de Violette“ hat eine komplexe bibliografische Geschichte hinter sich. Der Text weist enge Übereinstimmungen mit dem Roman auf, der um 1883 von Jean Gay in Brüssel heimlich unter der falschen Adresse „Lissabon, Antonio da Boa-Vista“ und dem fiktiven Datum 1870 veröffentlicht und später von Auguste Brancart neu aufgelegt wurde. Der Name Dumas taucht ausdrücklich als Name des Autors erst in einem von Louis Perceau erwähnten Katalog aus dem Jahr 1912 auf. Pierre Dufay schrieb das Werk unter dem Pseudonym Sylvestre Bonnard anschließend der Marquise de Manoury d’Ectot zu, eine Zuschreibung, die insbesondere von Pascal Pia übernommen wurde. Im Jahr 1992 schrieb Claude Schopp hingegen in seinem Vorwort zur Neuauflage des „Roman de Violette“ beim Verlag Mercure de France das Werk auf der Grundlage einer Textanalyse Dumas zu. Im Jahr 2020 bezeichnet er „Le roman de Jonquille“ als „erste Fassung“ des „Roman de Violette“ („Nachwort“, in: Dumas amoureux, hrsg. von J. Anselmini und Cl. Schopp, Presses universitaires de Caen, 2020). Daniel Zimmermann, der diese Zuschreibung ebenfalls vertritt, fügt in „Alexandre Dumas le grand“ (Julliard, 1993) hinzu (S. 592), dass Dumas den Roman, „sein einziges erotisches Werk“, etwa im Juli 1870 in Bagnères-de-Luchon „diktiert“ habe, was mit dem nicht eigenhändigen Charakter des vorliegenden Manuskripts vereinbar wäre. Die Namen der Figuren wurden geändert – aus „Jonquille“ wurde „Violette“ –, doch die Ausgaben des „Roman de Violette“ folgen fast wortwörtlich dem vorliegenden Manuskript, abgesehen von einigen Ergänzungen, insbesondere dem Vorwort und dem Tod von Violette am Ende der Geschichte. „Jonquille“ umfasst zehn eigentliche Kapitel, trotz einer fehlerhaften Nummerierung, die elf Kapitel ausweist, gegenüber neun in „Violette“; Kapitel 5 von „Jonquille“ wurde nicht in den gedruckten Text übernommen. Beigefügt: [Id.] – „Jonquille“. O. O., o. J. Schulheft im Format in-8°. Ungebunden, Einband aus schwarzem, gewachstem Leinenpapier (kleine Falten und Gebrauchsspuren). Vollständige und sorgfältig bereinigte Abschrift aus anderer Hand, die Noël Parfait oder einem Mitarbeiter von Dumas zugeschrieben wird. Provenienz: [Dr. Benoît Dujardin]. – [Paul Van der Perre (1895–1970), Brüsseler Buchhändler und Bibliograf]. Dieser hatte nach dem Tod von Dr. Benoît Dujardin einen Großteil dessen Autographensammlung erworben, darunter das vorliegende Manuskript von „Jonquille“.

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[DUMAS, Alexandre] „Jonquille“ [Der Roman von Violette]. Ohne Ortsangabe [ca. 1870?] In-4°: 111 Blätter, schwarze Tinte auf gefärbtem Büttenpapier, auf der Vorderseite geschrieben, abgesehen von einigen Zeilen auf bestimmten Rückseiten, einige Streichungen und Korrekturen aus derselben Hand, Einband in gutem Zustand. (Kanten ± ausgefranst, die letzten drei mit einigen Textverlusten, seltene kleine Stockflecken, leichte Falt Spuren). In Blättern, in einem modernen Umschlag. Bedeutendes Manuskript, unter diesem Titel unveröffentlicht, das eine erste Fassung des „Roman de Violette“ darstellt, einer berühmten Kuriosität, deren Urheberschaft Alexandre Dumas lange Zeit umstritten war. Das Manuskript wurde gefaltet in einem Umschlag aufbewahrt, auf dem mit Feder „Jonquille von Alex. Dumas Père“ und mit Bleistift „Signatur / Rückseite Folio 34“ vermerkt war. Auf der Rückseite von Blatt 34 findet sich tatsächlich der Vermerk „höchstwahrscheinlich Fortune/ Alex. Dumas“, in derselben Handschrift wie das Manuskript. Diese unterscheidet sich deutlich von der eigenhändigen Handschrift Dumas’; das vorliegende Manuskript scheint daher nicht von seiner Hand zu stammen. Die Zuschreibung des „Roman de Violette“ hat eine komplexe bibliografische Geschichte hinter sich. Der Text weist enge Übereinstimmungen mit dem Roman auf, der um 1883 von Jean Gay in Brüssel heimlich unter der falschen Adresse „Lissabon, Antonio da Boa-Vista“ und dem fiktiven Datum 1870 veröffentlicht und später von Auguste Brancart neu aufgelegt wurde. Der Name Dumas taucht ausdrücklich als Name des Autors erst in einem von Louis Perceau erwähnten Katalog aus dem Jahr 1912 auf. Pierre Dufay schrieb das Werk unter dem Pseudonym Sylvestre Bonnard anschließend der Marquise de Manoury d’Ectot zu, eine Zuschreibung, die insbesondere von Pascal Pia übernommen wurde. Im Jahr 1992 schrieb Claude Schopp hingegen in seinem Vorwort zur Neuauflage des „Roman de Violette“ beim Verlag Mercure de France das Werk auf der Grundlage einer Textanalyse Dumas zu. Im Jahr 2020 bezeichnet er „Le roman de Jonquille“ als „erste Fassung“ des „Roman de Violette“ („Nachwort“, in: Dumas amoureux, hrsg. von J. Anselmini und Cl. Schopp, Presses universitaires de Caen, 2020). Daniel Zimmermann, der diese Zuschreibung ebenfalls vertritt, fügt in „Alexandre Dumas le grand“ (Julliard, 1993) hinzu (S. 592), dass Dumas den Roman, „sein einziges erotisches Werk“, etwa im Juli 1870 in Bagnères-de-Luchon „diktiert“ habe, was mit dem nicht eigenhändigen Charakter des vorliegenden Manuskripts vereinbar wäre. Die Namen der Figuren wurden geändert – aus „Jonquille“ wurde „Violette“ –, doch die Ausgaben des „Roman de Violette“ folgen fast wortwörtlich dem vorliegenden Manuskript, abgesehen von einigen Ergänzungen, insbesondere dem Vorwort und dem Tod von Violette am Ende der Geschichte. „Jonquille“ umfasst zehn eigentliche Kapitel, trotz einer fehlerhaften Nummerierung, die elf Kapitel ausweist, gegenüber neun in „Violette“; Kapitel 5 von „Jonquille“ wurde nicht in den gedruckten Text übernommen. Beigefügt: [Id.] – „Jonquille“. O. O., o. J. Schulheft im Format in-8°. Ungebunden, Einband aus schwarzem, gewachstem Leinenpapier (kleine Falten und Gebrauchsspuren). Vollständige und sorgfältig bereinigte Abschrift aus anderer Hand, die Noël Parfait oder einem Mitarbeiter von Dumas zugeschrieben wird. Provenienz: [Dr. Benoît Dujardin]. – [Paul Van der Perre (1895–1970), Brüsseler Buchhändler und Bibliograf]. Dieser hatte nach dem Tod von Dr. Benoît Dujardin einen Großteil dessen Autographensammlung erworben, darunter das vorliegende Manuskript von „Jonquille“.

Text übersetzt von DeepL.
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Donnerstag, 3. Dezember
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