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live 18. November | 06:00 PM
Hammer Auktionen AG

46 - Frauen-Sitz, "mmaa gwa"

Startpreis

5 CHF (5 €)

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Schätzungen

200 - 400 CHF (210 - 440 €)

Verkaufsgebühren

26 %

Frauen-Sitz, "mmaa gwa" Asante. Ghana Ohne Sockel / without base Holz. H 21 cm. B 16 cm. L 35 cm. Provenienz: - Josef Joller, (1886-1972), Winterthur. - Alice Szentkiralyi-Joller (1932-2025), Winterthur. - durch Erbfolge in Familienbesitz. Traditionelles Geschenk an eine Braut oder eine werdende Mutter. Die unverkennbaren monoxylen Schnitzarbeiten bestehen aus einer rechteckigen Standfläche, einem individuell gestalteten Mittelteil und einer darüberliegenden konkaven Sitzfläche. Sie werden von spezialisierten Handwerkern gefertigt und in der Twi-Sprache als "dwa" bezeichnet. Der berühmteste Stuhl der Asante ist zweifellos der "Sika Dwa Kofi", der goldene Stuhl („Golden Stool Born on a Friday“). Der Überlieferung zufolge wurde er vom Oberpriester Okomfo Anokye im Auftrag von König Osei Tutu, dem Begründer des Asante-Reichs, vom Himmel herabgerufen. Bis heute gilt er als Verkörperung der Seele und Einheit der Asante-Nation. Die meisten Hocker dienten jedoch als einfache Sitzgelegenheiten und werden auch heute noch in vielen Haushalten verwendet. Darüber hinaus spielen sie im sozialen und religiösen Leben eine wichtige Rolle und können als Träger spiritueller Kraft kultisch verehrt werden. Den hohen Würdenträgern vorbehaltene Sitze sind bis heute Symbole von Rang, Autorität und politischer Legitimität. Sie zählen zu den wichtigsten Regalien der Asante-Herrscher, die mehrere unterschiedlich gestaltete Hocker besitzen konnten. Diese zeremoniellen Sitze, adamu dwa genannt, sind bei besonders kostbaren Exemplaren mit Gold-, Silber- oder Bronzelamellen, Glocken, Perlen, Fesseln und Amuletten verziert. Die im Mittelteil dargestellten Motive sind häufig sprichwörtlicher oder abstrakter Natur und spiegeln die Werte, Ideale und politischen Ansprüche des jeweiligen Clans und seiner Herrscher wider. Zwischen dem Besitzer und seinem Sitz besteht eine besonders enge Beziehung. Ein Asante-Weisheit besagt, dass es zwischen beiden keine Geheimnisse gebe. Nach dem Tod des Besitzers wird der Hocker von den Hinterbliebenen so lange als Erinnerungsstück aufbewahrt und in der Regel jährlich während der Feste „Odwira“ (bei den Akan) oder „Homowo“ (bei den Ga) rituell geehrt, bis die Erinnerung an seinen einstigen Besitzer erloschen ist. Weiterführende Literatur: Ross, Doran H. et al. (2008). Das Gold der Akan. Museum Liaunig. Neuhaus: Museumsverwaltung GmbH. -------------------------------- Josef Joller (1886–1972) Der Schweizer Kaufmann Josef Joller war während der 1930er- und 1940er-Jahre für die Swiss African Trading Company im westafrikanischen Kakaohandel tätig. Sein berufliches Wirken führte ihn an die damalige britische Goldküste, das heutige Ghana, sowie an die benachbarte, unter französischer Kolonialverwaltung stehende Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire). In jener Zeit zählte Kakao zu den bedeutendsten Exportgütern Westafrikas. Europäische Handelsgesellschaften unterhielten ein weit verzweigtes Netz von Handelsstationen und Geschäftsbeziehungen, das die Küstenstädte mit den Produktionsgebieten im Landesinneren verband. Als Schweizer Kaufmann bewegte sich Joller in diesem wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld, in dem europäische Handelsinteressen und die vielfältigen Traditionen westafrikanischer Gesellschaften aufeinandertrafen. Seine langjährige Tätigkeit in der Region bildet einen interessanten historischen Hintergrund für die Einordnung von Kunstwerken, die sich später in seinem Besitz befanden. Sie verweist auf eine Epoche, in der persönliche Begegnungen, Handelskontakte und Reisen auch den Weg afrikanischer Kunstgegenstände in europäische Privatsammlungen prägen konnten. CHF 200 / 400 Gewicht in Gramm: 1100 Zustand: Hammer Auktionen legt grossen Wert auf eine sorgfältige und möglichst präzise Beschreibung aller im Katalog angebotenen Lots. Jedes Lot wird durch mehrere Fotografien dokumentiert, die einen möglichst umfassenden Eindruck seines Zustands vermitteln sollen. Dazu gehören insbesondere sichtbare Gebrauchsspuren, Unregelmässigkeiten und altersbedingte Veränderungen. Wir empfehlen allen Interessenten und Bietern, die Fotografien vor der Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen wesentlichen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Darüber hinaus empfehlen wir, die Objekte nach Möglichkeit vor der Auktion persönlich zu besichtigen. Sämtliche Zustandsangaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und beruhen auf unserer fachlichen Einschätzung. Sie dienen der Orientierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere können alters- oder gebrauchsbedingte Merkmale vorhanden sein, die weder ausdrücklich erwähnt noch auf den Fotografien erkennbar sind. Für unbeabsichtigte Fehler oder Auslassungen in den Zustandsbeschreibungen übernimmt Hammer Auktionen im gesetzlich zulässigen Umfang keine Haftung. Wir sind jedoch stets bemüht, allfällige Unklarheiten oder Anliegen transparent, fair

Auktion

HAMMER 163 / African, Oceanic and Asian Art
Mittwoch, 18. November
06:00 PM
St. Jakobs-Strasse 59
4052 Basel, Schweiz

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